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Wo die Sonne die Eiszeit vertrieb

Wo die Sonne die Eiszeit vertrieb
FOTO: djd/www.feldberger-seenlandschaft.de
Wandern in der Feldberger Seenlandschaft: Auf Spuren eines früheren Klimawandels. Von der Agentur

p>(djd). Stille Seen, sanfte Hügel und Wiesen voller wilder Kräuter, Pilze und purpurfarbener Orchideen prägen die Feldberger Seenlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Wanderer schätzen die erholsame Ruhe und die vielen gut ausgebauten Wege, die durch diese abwechslungsreiche Gegend führen. Sie wurde durch die Gletscher der letzten Eiszeit geformt. Rund um die klaren Gewässer wie etwa den "Schmalen Luzin" verlaufen die Pfade am Ufer, von denen aus man Fische am Grund oder seltene Seeadler beobachten kann.

Durch den Hullerbusch zum Teufelsstein

Unterwegs lassen sich neben den vielen Seen auch Naturschönheiten wie der Hullerbusch entdecken – ein hoher Buchenwald, in dem man Moore und besonderes Gestein bestaunen kann: Felsen, die vor langer Zeit durch Eisverschiebungen aus Skandinavien in diese Gegend kamen. Wie der Teufelsstein, ein riesiger Findling, sind sie Zeugnisse eines früheren Klimawandels. Dieser hat der Region ihren Stempel aufgedrückt. "Erst die wärmere Witterung machte es möglich, dass sich über Jahrhunderte ausgedehnte Waldgebiete entwickeln konnten", sagt Beate Fuchs, Reiseexpertin beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Doch auch kulturelle Highlights hat die Gegend als Wanderziele zu bieten – etwa das Museum des Schriftstellers Hans Fallada in Carwitz oder die 600 Quadratmeter große Kunsthalle Wittenhagen. Mehr Informationen über die Möglichkeiten, die Feldberger Seenlandschaft zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden, gibt es unter www.feldberger-seenlandschaft.de.

Wo Buchenstämme an Kathedralen erinnern

Die "Heiligen Hallen" in der Feldberger Seenlandschaft sind eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands. Sie markieren einen zentralen Punkt, bis zu dem die urzeitlichen Gletscher drangen. Der Name rührt von den hoch aufragenden Stämmen der Buchenwälder her, die an gotische Kirchenbauten erinnern. Im angrenzenden Paradiesgarten können Wanderer eine Vielzahl an Baumarten entdecken. Wer nicht lange unterwegs sein, sondern lieber eine gemütliche Runde drehen möchte, kann durch das Hortensienparadies des Kurparks in Feldberg flanieren.

(City Anzeigenblatt Krefeld II)