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Tropfsteine und Rentier-Knochen

Tropfsteine und Rentier-Knochen
Das Märchen „Hänsel und Gretel“ steht im Rübeländer Höhlentheater für Familien auf dem Programm. FOTO: djd/Tourismusbetrieb der Stadt Oberharz am Brocken/Jürgen Meusel
Harz: Die Rübeländer Tropfsteinhöhlen als Erlebnis für die ganze Familie. Von der Agentur

(djd). Fantastische Tropfsteine, geheimnisvolle Fossilien sowie Knochen von Rentieren und Höhlenbären: Vor 150 Jahren wurde per Zufall die Hermannshöhle im Harzer Bergdorf Rübeland entdeckt. Damals legte ein Straßenbauarbeiter eine Felsspalte frei, aus der ihm ein kalter Luftstrom entgegenschlug. Darunter tat sich eine Höhle auf. Bald darauf wurde sie mit elektrischem Licht ausgestattet und zur Besichtigung freigegeben. Und bis heute ist ein Besuch der Rübeländer Tropfsteinhöhlen ein ganz besonderes Erlebnis für Harz-Urlauber. Bis zu 48 Meter hoch sind die prächtigen Hohlräume in der Hermannshöhle, deren Wände und Decken in bizarren Formen und Farben schillern. In einem unterirdischen See leben hier zudem Deutschlands einzige Grottenolme.

Ein Wunderwerk der Natur

Die Hermannshöhle ist das Paradebeispiel für eine Flusshöhle. Das Flüsschen Bode, in dessen engem romantischem Tal Rübeland liegt, hat das Gestein hier in Jahrmillionen ausgehöhlt. "Es lohnt sich, eine Führung mitzumachen", rät Beate Fuchs, Reiseexpertin beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Dabei erfahre man anschaulich, wie dieses Wunderwerk der Natur entstanden sei. Nur ein paar Schritte von der Hermannshöhle entfernt lädt auch die Baumannshöhle zur Besichtigung ein: Dicht an dicht hängen die Stalagtiten herab, und wo sie auf die emporwachsenden Stalagmiten treffen, entstanden ganze Reihen von Kalksteinsäulen. Informationen gibt es unter www.harzer-hoehlen.de.

Vom märchenhaften Tropfsteinschmuck in der Baumannshöhle war schon Goethe so beeindruckt, das er sie mehrmals besuchte. Nach ihm wurde daher der größte Hohlraum Goethesaal genannt. Hier spielt an den Ufern des künstlichen Wolfgangsees jedes Jahr das Höhlentheater unterhaltsame Stücke für Kinder und Erwachsene. Zu Goethes Zeiten war die Erkundung aber noch ein beschwerliches Abenteuer, wogegen heute die Wege geebnet, beleuchtet und gesichert sind. Wer sich aber wie ein echter Entdecker fühlen möchte, der kann bei einer Taschenlampenführung auf Forschungsreise gehen.

(City Anzeigenblatt Krefeld II)