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Recht und Gesetz
VW-Bank und Co. - Ein Update!

Recht und Gesetz: VW-Bank und Co. - Ein Update!
Melanie Kesting, Rechtsanwältin und Fachanwältin Familienrecht, Mediatorin FOTO: privat
Mittlerweile allgemein bekannt dürfte sein, dass die Kredit- und Leasingverträge fast aller Autobanken fehlerhaft sind. Dies hat im Ergebnis zur Folge, dass Käufer, die ihren Wagen nach dem 10. Juni 2010 mit einem vom Händler vermittelten Kredit- oder Leasingvertrag finanziert haben selbigen zeitlich uneingeschränkt widerrufen können.

Der Käufer erhält sodann neben einer etwaigen Anzahlung auch die Raten zurück und muss natürlich das Fahrzeug im Gegenzug zurückgeben.
In den meisten Fällen musste der Autokäufer der finanzierenden Bank für die gefahrenen Kilometer eine Nutzungsentschädigung zahlen.

Was ist neu und nicht minder bahnbrechend?
Das Landgericht Ravensburg hat in seiner Entscheidung vom 7. August 2018 (2 O 259/17) ausgeführt, dass Autokäufer, die ihren Leasing- oder Finanzierungsvertrag nach dem 13. Juni 2014 geschlossen haben nicht einmal mehr diese Nutzungsentschädigung schulden.
Autokäufer finanzierter Fahrzeuge, die sich gerne von ihrem Kfz trennen möchten, sollten daher ihre Finanzierung unbedingt anwaltlich überprüfen lassen.