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Kunterbunte Grüne Damen

Kunterbunte Grüne Damen
Ideengeber MdB Udo Schiefner (2.v.l.), Bürgermeisterin Sabine Anemüller (3.v.l.) und Kim-Holger Kreft (l.), Geschäftsführer AKH Viersen, präsentieren das neue internationale Team der Grünen Damen mit neuen und bewährten Ehrenamtlerinnen. FOTO: Carsten Preis
Viersen. Sie bringen viel Zeit für die Sorgen und Nöte von Patienten mit – die Grünen Damen sind seit ihrem Zusammenschluss vor vielen Jahren im Allgemeinen Krankenhaus (AKH) kaum wegzudenken. Jetzt erhalten sie internationale Unterstützung. Von der Redaktion

Vier Frauen mit Wurzeln in unterschiedlichen Kulturkreisen verstärken nun das Team der Grünen Damen am AKH. So soll es Patienten mit Migrationshintergrund noch leichter fallen, die Hilfs- und Gesprächsangebote wahrzunehmen.

„Wir haben im AKH Viersen traditionell eine internationale Patientenstruktur. Man denke nur an die Versorgung der Britischen Soldaten seit den 1990er Jahren“, sagte Kim-Holger Kreft, Geschäftsführer des AKH. Diese Struktur sei im ständigen Wandel. Darauf reagiere man. „Die Erweiterung des Teams soll deshalb auch ein Beitrag zur Kultursensibilität im AKH und in Viersen sein“, erklärte der Geschäftsführer weiter. „Da sind wir für die Unterstützung von allen Seiten sehr dankbar.“

Seit dem 1. Juni verstärken vier neue Mitglieder mit Wurzeln in der Türkei (unter anderem aus der DITIB-Moschee Viersen), Griechenland und Tschetschenien die Gruppe der Ehrenamtlerinnen um Heidi Busch. Die „Neuen“ unter Federführung von Ilknur Özkan ergänzen das bewährte Team von fünf Grünen Damen des AKH und zwei Mitgliedern, die über das DRK bereits als Rote Damen am früheren St. Cornelius Hospital in Dülken tätig waren. Ideengeber für die Erweiterung des Teams ist Udo Schiefner, Bundestagsabgeordneter des Kreises Viersen (SPD).

Er, die Viersener Bürgermeisterin Sabine Anemüller und Kreft entwickelten den Gedanken gemeinsam weiter und freuen sich nun über das Ergebnis: „Dadurch werden die Hilfsangebote breiter“, sagte Anemüller bei der Präsentation des neuen Teams: „Das ist ein schönes Beispiel für gelebte Integration.“

Schiefner sieht in dem Projekt ein Modell, das als Blaupause für andere dienen könnte: „Ich hoffe, dass mehr Krankenhäuser diesem guten Beispiel folgen“, meinte der Bundespolitiker. Kim-Holger Kreft sitzt der Arbeitsgemeinschaft der Krankenhäuser im Kreis Viersen und Krefeld vor und versprach, das Projekt beim nächsten Treffen vorzustellen.

(Report Anzeigenblatt)
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