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Experten-Tipp: „Hüftgelenkersatz“ Sport nach Hüftgelenkersatz

Experten-Tipp: „Hüftgelenkersatz“ Sport nach Hüftgelenkersatz
Oleg Kuz
Süchteln. Durch deutliche Verbesserung der Standzeiten der künstlichen Gelenke werden vor allem Hüftgelenke zunehmend bei jüngeren Patienten ersetzt, denen man vor einigen Jahren trotz fortgeschrittenem Verschleiß noch zum Abwarten geraten hat. Aber auch ältere Patienten wollen heute sportlich aktiv sein. Bei heutzutage umfangreichem Sortiment an künstlichen Gelenken kann der Operateur diese in Form und Größe an die jeweiligen individuellen anatomischen Verhältnisse anpassen. Von Sandra Geller

Um den späteren sportlichen Belastungen standzuhalten, muss das Gelenk eine stabile muskuläre Führung und die Prothese eine achsgerechte Position und gute Verbindung zum Knochen haben. Bei der Rehabilitation nach der Operation wird die stabilisierende Muskulatur auftrainiert und die Koordination geschult. Nach circa drei Monaten ist das in der Regel ohne Knochenzement eingesetzte Gelenk fest mit dem Knochen verwachsen und kann voll belastet werden. Der Beginn intensiverer sportlicher Aktivität wird erst ab dem sechsten Monat empfohlen.

Da künstliche Gelenke bei schweren Stürzen ausbrechen können, sollte auf Risikosportarten verzichtet werden. Zur Vermeidung von Lockerung und vorzeitigem Verschleiß wird von Sportarten mit wiederholten Stoßbelastungen (zum Beispiel Squash) und intensivem Körperkontakt (zum Beispiel Fußball) eher abgeraten. Hingegen können die Sportarten mit gleichmäßiger Bewegung und Belastung des Hüftgelenkes risikoarm ausgeübt werden.

Oleg Kuz, Arzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

LVR-Klinik für Orthopädie Viersen

(Report Anzeigenblatt)