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Einmal im Monat ins Museum

Einmal im Monat ins Museum
Mit den sogenannten Museumssonntagen hat Dr. Uta Schnell bei ihren Seniorinnen ins Schwarze getroffen.
Dass die körperliche Leistungsfähigkeit weiter nachlässt, zählt zu den größten Sorgen vieler Senioren. Schließlich möchten sie ihren Lebensabend so fit und vital wie möglich verbringen. Von der Redaktion

Kreis Viersen (djd).

Neben dem Körper spielt aber auch der Geist eine bedeutsame Rolle. Wird das Gehirn nicht gefordert, verschlechtern sich Merkfähigkeit und Konzentration. Deshalb sind gesellschaftliche Kontakte so wichtig. Wer aktiv am sozialen Leben teilnimmt, erhält viele Anregungen, verarbeitet diese und trainiert sein Gehirn. Abwechslung und neue Eindrücke tragen ganz entscheidend dazu bei, die geistige Fitness zu erhalten.

Dr. Uta Schnell beispielsweise ist zertifizierte Senioren-Assistentin. 1988 promovierte sie an der FU Berlin in Kunstgeschichte und Geschichte. Auf Anregung einer älteren Dame aus dem Bekanntenkreis, die im Seniorenstift lebt, entwickelte sie eine Idee: Mit Bewohnern der betreuten Einrichtung geht sie immer am letzten Sonntag im Monat in eines der 175 Berliner Museen. Uta Schnell nennt sich selbst „Kunstverführerin“. Auch wenn die eine oder andere Seniorin körperliche Einschränkungen habe, seien die Damen kognitiv überaus fit und hätten sich ihre Neugier für Kunst und Kultur bewahrt. „Ich freue mich, wenn die Kultur ein wunderbarer Bestandteil des Lebens bleibt, selbst dann, wenn die körperliche Fitness nachlässt“, sagt Uta Schnell. Denn auf Kunst und Kultur möchten die Seniorinnen keinesfalls verzichten.

Rund 1 000 zertifizierte Senioren-Assistenten unterstützen bundesweit alte Menschen in ihren eigenen vier Wänden bei der Bewältigung des Alltags.

(StadtSpiegel)