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Dicke Bohnen – eine rheinische Spezialität

Dicke Bohnen – eine rheinische Spezialität
Dicke Bohnen stehen jetzt auf den Speisekarten der Restaurants am Niederrhein. FOTO: Sabine Weis
Im Juli haben Dicke Bohnen Hochsaison. Das Rheinland ist bundesweit die einzige Region, in der die Hülsenfrüchte in nennenswertem Umfang angebaut werden. Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer in Bonn hin. Von der Agentur

Dicke Bohnen gehören fest in die rheinische Küche. Mit gekochtem Speck oder Mettwurst serviert sind sie ein deftiges Gericht, das vor allem bei niedrigen Temperaturen seine Liebhaber hat. Dicke Bohnen schmecken aber nicht nur deftig.

Mittlerweile haben die grünen Kerne Einzug in die Sterneküche gehalten. Dort werden die Kerne nach dem Blanchieren von der ledrigen Haut befreit.

Die dann freigelegten leuchtend grünen Kerne sind sehr zart, wohlschmeckend und auch viel leichter verdaulich als die vollständigen Bohnenkerne. Sie werden als feine Gemüsebeilage zu Fisch- oder Fleischgerichten serviert.

Hülsenfrüchte sind besonders auch für Vegetarier geeignet, da sie hochwertiges Eiweiß besitzen. Sie sind zwar sehr energiereich, ihr hoher Gehalt an Calcium, Kalium, Phosphor und Eisen macht sie neben zahlreichen Vitaminen aber sehr wertvoll.

Dicke Bohnen sind tiefgefroren oder in Gläser konserviert ganzjährig erhältlich.

Wer frische Dicke Bohnen liebt, sollte aber jetzt zugreifen. Gerade für Kinder dürfte es ein Erlebnis sein, selbst einmal die Bohnenkerne aus den Hülsen zu palen.

Dies ist zwar arbeitsaufwendig, kann aber sicherlich die Wertschätzung steigern, wenn die Kinder sehen, wie viel Arbeit zu erledigen ist, bis das Gemüse genussfertig ist.

Im Gegensatz zu grünen Bohnen können die Kerne der Dicken Bohnen auch roh verzehrt werden. Ihnen fehlt die in grünen Bohnen enthaltene Blausäure.

(StadtSpiegel)