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Auf Herz und Nieren überprüfen

Auf Herz und Nieren überprüfen
Autos werden technisch immer anspruchsvoller – aber damit offensichtlich auch anfälliger für Defekte.
Check fürs Auto – Reparaturkostenversicherung kann sinnvoll sein. Von Yvonne Simeonidis

Kreis Viersen (djd).

Die wärmere Jahreszeit ist auch wieder Reisezeit – und die meisten deutschen Familien machen sich nach wie vor mit dem eigenen Pkw auf den Weg in den Urlaub. Vor einer großen Fahrt sollte man den motorisierten Urlaubsbegleiter allerdings noch einmal auf Herz und Nieren prüfen lassen. Ansonsten kann es sein, dass aufgrund von Mängeln die Reise ungeplant unterbrochen werden muss. Checks vor dem Urlaub werden von den meisten Werkstätten in Deutschland angeboten. Dabei überprüfen die Fachleute wichtige Fahrzeugkomponenten, Flüssigkeitsstände oder mögliche Leckagen optisch.

Wird in der Werkstatt ein Schaden festgestellt, sind Sachmängelhaftung oder Garantie in der Regel Fehlanzeige, wenn die Fahrzeuge schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben oder falls sie von Privat gekauft wurden. Eine Reparaturkostenversicherung kann deshalb eine sinnvolle Ergänzung zu Haftpflicht und Kasko sein – und das Beste ist, sie kann jederzeit abgeschlossen werden. Sie übernimmt je nach Tarif einen Großteil der anfallenden Kosten für die Reparatur des Autos nach einem technischen Defekt. Vor allem aber überprüfen die Kfz-Experten des Versicherers den Kostenvoranschlag der Werkstatt auf Herz und Nieren – es wird penibel gecheckt, ob etwa die entsprechenden Arbeitswerte auch wirklich eingehalten wurden. Oftmals muss die Rechnung revidiert werden – auch zum Nutzen des Halters, dessen Selbstbeteiligung unter Umständen erheblich sinken kann.

Diese Autoteile können unter Umständen mangelhaft sein und Reparaturen verursachen (Auswahl):

– Ein defekter Kältemittelkompressor kann eine Klimaanlage an heißen Tagen funktionsuntüchtig machen.

– Eine volle Kühlleistung kann nur mit einer korrekt befüllten Klimaanlage erreicht werden – diese verliert aber jährlich bis zu zehn Prozent an Kältemittel und Ölen.

– Eine schwitzende Zylinderkopfdichtung kann bei einem voll beladenen Auto zu einer Überhitzung des Kühlsystems führen.

– Eine mangelhafte Bremsflüssigkeit kann bei hoher Beanspruchung nicht nur zu einem Komplettausfall führen, sondern aufgrund erhöhter Wasseranteile kostspielige Bremskomponenten wie die ABS-Hydraulikeinheit zerstören.

– Verstopfte Kühlerwaben, undichte Wasserpumpen oder auch fehlerhafte Kühlmittelthermostate sind immer wieder Verursacher für Temperaturanstiege im Kühlsystem.

– Bei einem erhöhten Radlagerspiel oder einer defekten Achsmanschette kommt es meist zu teuren Reparaturen.

– Der Zahnriemen ist vermutlich defekt, wenn eine Spann- oder Umlenkrolle bereits leichte Laufgeräusche macht.

(StadtSpiegel)
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