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Mutmachtheater
Wilde Kerle beweisen viel Lebensmut

Mutmachtheater: Wilde Kerle beweisen viel Lebensmut
Mit viel Improvisationstalent brachten die Kinder das Mutmachtheater auf die Bühne. FOTO: Jungblut
Viersen. Der Deutsche Kinderschutzbund, Ortsverband Viersen, bot jetzt in Zusammenarbeit mit der Viersener Künstlerin Ilona Friedrich und dem Förderzentrum Ost an der Schule für Sprache und Lernen ein inklusives Theaterprojekt an. Von Werner Jungblut

Ziel des über ein halbes Jahr angesetzten Projektes war es, den Kindern Mut zu machen, sich selbst in Situationen einzubringen, Hemmungen zu verlieren und sich selbst darzustellen. Ein wichtiges Element dabei: die Sprache.

Ilona Friedrich: "Wir haben uns zweimal pro Woche getroffen und auf Grundlage der Geschichte 'Wo die wilden Kerle wohnen' Szenen erarbeitet, improvisiert und mit freiem Sprechen eigene Sichtweisen gewonnen. Dabei haben wir auch gemeinsam überlegt, wie man verschiedene Elemente wie zum Beispiel Wasser darstellen kann." Entstanden ist so das Mutmachtheaterstück "Wo die wilden Kerle wohnen".

Inhaltlich geht es dabei um Max, der ungezogen war und ohne Essen ins Bett musste. In seinem Traum wuchs ein Wald in seinem Zimmer, er fuhr mit dem Schiff zu einer Insel und wurde König der wilden Kerle. Mit großem Eifer, mit viel Freude und einer Menge Improvisationstalent – die Darsteller halfen sich gegenseitig – stellten die Kinder die Geschichte dar und erhielten von ihren Mitschülern und den Eltern großen Applaus. Sylvia Rohwein, Mitglied im Team-Vorstand des DKSB Ortsverbandes Viersen: "Dank der Unterstützung der Aktion Mensch konnten wir dieses Projekt anbieten. Mit Ilona Friedrich haben wir eine sehr gute Motivatorin gewinnen können. Gerne würden wir weitere Projekte dieser Art anstoßen, doch dazu fehlen uns leider Sponsoren." Ingetraud Schmidt-Trost, Leiterin des Förderzentrums Ost an der Gereonstraße in Viersen: "Wir sind dem Kinderschutzbund sehr dankbar, dass dieses Projekt bei uns durchgeführt wurde. Ich bin von dem Ergebnis begeistert und überlege intensiv, wie man solche Projekte dauerhaft in den Schulbetrieb integrieren kann."

(StadtSpiegel)