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Wieder Feuer in alter Lagerhalle - Brandstiftung?

Wieder Feuer in alter Lagerhalle - Brandstiftung?
80 Einstazkräfte halfen bei den Löscharbeiten. FOTO: Rixkens
Viersen (hei). Großeinsatz für die Feuerwehr in Viersen. Sie war am Montag um 15.28 Uhr wegen eines Brandes im Rahserfeld alarmiert worden. Die Fahrt führte zu einer Adresse, die den Wehrleuten bestens bekannt ist. Von Heike Ahlen

Bereits häufiger hatte es im Rahserfeld kleinere Brände gegeben, zuletzt am 16. November vergangenen Jahres. Neben der Hauptwache und allen vier Viersener Löschgruppen waren am Montagnachmittag auch Wehrleute des Löschzugs Dülken, der Einsatzleitgruppe und des ABC-Erkunders im Einsatz. Inklusive des Rettungsdienstes waren etwa 80 Kräfte beschäftigt.

Das Dach einer Halle stand auf etwa 100 Quadratmetern lichterloh in Flammen. Die Brandstelle befand sich mitten im Objekt und war schwer zugänglich. Wegen der Einsturzgefahr konnte die Wehr nur von außen gegen die Flammen vorgehen.

Mit Hilfe der Drehleiter und unter Einsatz des sogenannten Wenderohres begann unmittelbar die Brandbekämpfung. Die zweite Drehleiter aus Dülken wurde zusätzlich alarmiert und unterstützte die Löscharbeiten von der Rückseite des Gebäudes. Nach gut anderthalb Stunden war das Feuer unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten dauerten da noch an.

Zunächst war befürchtet worden, der Rauch könne Gesundheitsbelastungen hervorrufen, die Messungen ergaben aber, dass keine Gefährdung bestand. Auch der Bahnverkehr auf der angrenzenden Bahnlinie wurde nicht in Mitleidenschaft gezogen. Verletzt wurde niemand.

Am Dienstagmorgen gegen 8 Uhr stellte man erneut Rauchentwicklung fest und es musste nachgelöscht werden. Glutnester hatten sich wieder entflammt.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Es steht die Frage im Raum, ob es Brandstiftung war. Ausgebrochen ist der Brand nach ersten Erkenntnissen in einem Bereich, in dem Akten gelagert wurden. Als die Firma, die dort ansässig war, den Betrieb aufgab, waren große Teile des Inventars zurückgeblieben. Anwohner berichten davon, dass dort häufiger „wilde Partys“ gefeiert worden seien. Das Gelände soll heute einem Investor gehören, der sich nicht darum kümmert.

(StadtSpiegel)