| 14.53 Uhr

Weihnachtliche Nachbarn

Weihnachtliche Nachbarn
Ihr Einsatz gilt der Nachbarschaft und dem Baum: (v.l.) Sascha Verholen, Bärbel Verholen und Winfried Bohnen. FOTO: Christiane Samuel
Viersen. In Viersen-Ompert pflegt man mit rund 60 Personen als hartem Kern eine aktive Nachbarschaft - seit vier Jahren gehört der gemeinsam am Samstag vor dem ersten Advent aufgestellte riesige Tannenbaum mit 1 600 LED-Lichtern fest zum Omperter Weg. Von Christiane Samuel

„Wir feiern hier gerne und halten fest zusammen. Während unseres Omperter Adventskalenders, bei dem wir uns zweimal pro Woche reihum zu einem adventlichen Miteinander treffen, kam 2011 dann die Idee zu einem gemeinsamen Weihnachtsbaum auf,“ erinnert sich Winfried Bohnen (62). Man entschied sich, diesen Baum ungefähr in der Mitte der Straße, wo auch eine Erhöhung ist, aufzustellen. „Das war also vor unserem Haus, denn praktischerweise gibt es hier ja auch Strom“, sagen Winfried Bohnens Nachbarn Bärbel (44) und Sascha (42) Verholen. Hier fahren fast alle Omperter täglich vorbei. „Und die Omperter sind Frühaufsteher, also ist die Zeitschaltuhr für die Beleuchtung auf fünf Uhr morgens eingestellt – der Baum leuchtet dann bis ungefähr halb neun, und abends in der Dämmerung natürlich nochmals bis 23 Uhr“, erklärt Bärbel Verholen. Der Baum soll die Menschen, die hier leben, erfreuen und in Weihnachtsstimmung bringen. Dass er zu einem wunderschönen vorweihnachtlichen Schmuckstück wird, dafür helfen hier Groß und Klein zusammen. Bereits im Vorfeld vor zwei Jahren haben die Kinder des Omperter Wegs ab St. Martin die Päckchen und Sterne am Baum gebastelt und wetterfest eingepackt. „Am Samstagmorgen vor dem ersten Advent treffen sich alle Männer der Straße, wir schlagen den Baum, der irgendwie jedes Jahr größer wird, transportieren ihn mit dem Traktor hierher und schmücken ihn mit den Lichtern und der Dekoration“, erzählt Sascha Verholen. Währenddessen bereiten die Frauen Zelt und Tische mit ebenfalls weihnachtlichem Schmuck vor. Gemeinsam wird dann der Baum feierlich das erste Mal illuminiert. „Das machen wir natürlich so richtig mit Countdown-Zählen und viel Tamtam –- so ähnlich wie bei dem großen Baum in New York“, sagt Winfried Bohnen. Dann stimmen sich alle gemütlich bei warmem Essen, heißen Getränken und einem jährlich wechselnden Rahmenprogramm mit Musik, Geschichten und Gedichten auf die gemeinsame Omperter Vorweihnachtszeit ein. „Dabei geht dann der Sparstrumpf herum, mit dem wir all das finanzieren“, erklärt Sascha Verholen. Auch hier gäbe es nie Probleme, wenn etwas übrig bliebe, würde es eben wieder in den Baum investiert,

sagt er weiter.

(Report Anzeigenblatt)