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Von der Kaffeebohne zum Imperium

Von der Kaffeebohne zum Imperium
Noch in den Vorbereitungen zur neuen Ausstellung „Kaiser´s Kaffee und Kommerzienrat Josef Kaiser“, die am 30. Oktober eröffnet wird, stecken (v.l.): Kuratorin Dr. Britta Spies, Fred Pollmanns und Dr. Albert Pauly vom Verein für Heimatpflege Viersen.
Viersen. Die fünfte Ausstellung im „Viersener Salon“ des Verein für Heimatpflege beginnt am 30. Oktober. Hier können Besucher in die Welt von „Kaiser´s Kaffee und Kommerzienrat Josef Kaiser“ eintauchen. Von Claudia Ohmer

„Es war seit langem ein großer Wunsch des Vereins, eine Ausstellung über ’Kaiser’s Kaffee’ zu machen, jetzt angesichts der aktuellen Ereignisse nicht ganz so problemfrei“, stellt Dr. Albert Pauly, Vorsitzender des Vereins für Heimatpflege Viersen die neue Ausstellung vor. Zum Thema „Kaiser´s Kaffee und Kommerzienrat Josef Kaiser“ werde der Aufstieg des bekannten Vierseners vom kleinen ländlichen Kolonialwarenhändler zum Kaufmann von Weltruf vorgestellt. Stolz ist Pauly auf die Leihgaben, die man aus dem Archiv der Firma Tengelmann bekommen habe: „Das Prunkstück der ausgestellten Sammlung ist ein Fotoalbum mit noch nie veröffentlichtem Bildmaterial aus dem Jahr 1905.“ Neben diesen Fotos, die auf einem Bildschirm zu sehen sind, gibt es weitere interessante Exponate, auch von vielen Privatpersonen. „Auf zwei Touchscreens werden Chronik sowie frühe Werbefilme der Firma gezeigt“, weiß Dr. Britta Spies, die als Kuratorin gewonnen werden konnte. Die Kulturwissenschaftlerin habe während der Vorbereitungen viel über die Erfolgsgeschichte von Josef Kaiser dazu gelernt. Fast so wie das Klischee der Karriere vom Tellerwäscher zum Millionär klingt der Werdegang des Vierseners, der 1939 bereits 1 903 Filialen besaß - alle später unter dem einheitlichen und bekannten Logo der „lachenden Kaffeekanne“. Schon damals hatte er moderne Werbestrategien, die ebenfalls Teil der Ausstellung sind. Auch eine Publikation ist vorgesehen.

(StadtSpiegel)