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Viersen als Wohnstadt stärken

Viersen als Wohnstadt stärken
„Neues Wohnen mit attraktiver Architektur“: Neubauprojekt Trio-Apartments am Hüsgesweg.
Viersen. Eine positive Bilanz für das vergangene Jahr 2017 legte nun die Viersener Aktien-Baugesellschaft (VAB) vor. In die Neubauoffensive, die auf mehrere Jahre angelegt ist und mehr als 400 Wohneinheiten in elf Projekten umfasst, wurde umfangreich investiert. Von Yvonne Simeonidis

Investitionen von fast 10,6 Millionen Euro zeigen das Engagement des städtischen Wohnungsunternehmen vor allem im Neubau preisgünstiger Wohnungen und für die soziale Infrastruktur in Viersen. Insgesamt hat die Neubauoffensive in elf Projekten ein Investitionsvolumen von über 50 Millionen Euro. Ihr Ziel: Viersen als Wohnstadt zu stärken und bezahlbares Wohnen in unserer Stadt zu sichern.

Mit der Wohnanlage Scheldefahrt, die Mitte 2017 in Betrieb ging, sind bereits die ersten 131 Wohneinheiten des Programms fertiggestellt. Das Projekt rundete die Entwicklung des Stadtparks Robend am östlichen Bahnhofsausgang ab. Gleichzeitig standen die Kräne an vier weiteren Baustellen in der Stadt. Weitere 109 Wohnungen werden hier mit Hilfe öffentlicher Förderung für preisgünstigen und zeitgemäßen Wohnraum sorgen. Dazu gehören der inzwischen bereits in Betrieb gegangene Schürgers Hof an der Josef-Schürgers-Straße im Rahser, die Trio-Apartments neben dem AKH am Hüsgesweg sowie die Neubauten an der Kanalstraße und der Brüsseler Allee. Attraktiver Wohnraum für Singles, Paare und Familien.

Aber auch die bestehenden Gebäude der VAB wurden nicht vergessen. 3,885 Millionen Euro, das sind 37 Prozent der Investitionen, flossen in Instandhaltung und Bestandsverbesserung. Mit über 20 Euro pro Quadratmeter ein deutlich über dem Durchschnitt liegender Wert und ein ansehnliches Auftragsvolumen, das weitgehend an Unternehmen in der Stadt und der Region geht. Schwerpunkt der Erneuerungsmaßnahmen waren Gebäuderenovierungen in Dülken und Viersen sowie energiesparende Maßnahmen, wie neue Fenster und Heizanlagen in verschiedenen Gebäuden.

Wohnen bei der VAB bleibt weiterhin bezahlbar. Die Durchschnittsmiete stieg in 2017 um 11 Cent pro Quadratmeter. Mit einem Durchschnitt von jetzt 5,14 Euro pro Quadratmeter gehört die VAB aber weiter zu den günstigen Wohnungsanbietern in Viersen. Traditionell hat sie einen hohen Anteil öffentlich geförderter Wohnungen mit entsprechend geringen Mieten in ihrem Bestand. Die Kaltmiete bei Neubauten startet dort mit gerade einmal 5,25 Euro. Bei den vorhandenen Gebäuden liegt sie noch häufig darunter.

Auch für die Kinderbetreuung ging wieder ein neues Projekt in Bau. Nach den letzten Kindergartenbauten im Solferino Carré und am Konrad-Adenauer-Ring entsteht am Hoserkirchweg jetzt ein Bungalow für die Betreuung von kleinen Kindern durch Tagesmütter. Und in der neuen Wohnanlage an der Scheldefahrt findet sich auch wieder ein Bewohnertreffpunkt für gemeinsame Aktivitäten und gute Nachbarschaft, Elemente der VAB Arbeit für die Wohnquartiere und die soziale Infrastruktur der Stadt. Mit dem Sonderprogramm „Junges Wohnen“, das junge Familien mit besonders günstigen Mietangeboten fördert, wird dieses Engagement aktuell noch verstärkt.

Dass dies alles auf solider Grundlage erfolgte zeigen die Zahlen rund um das Jahresergebnis. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 2,747 Millionen Euro auf 108,679 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote stieg trotz der hohen Investitionen weiter auf jetzt 25,1 Prozent und der Jahresüberschuss lag mit 1,106 Millionen Euro wieder etwas höher als im Vorjahr. Davon werden 225.000 Euro an die Stadt Viersen als Dividende ausgeschüttet. Der Rest wird den Rücklagen zugeführt. „Dafür sind wir dankbar, denn nur so können wir unser umfangreiches Investitionsprogramm fortführen“, sagt Vorstandsvorsitzender Albert Becker. „Das kommt der Stadt und den Bürgern zugute.“ So werden auch in diesem Jahr, ergänzend zu den laufenden Baumaßnahmen, wieder zwei neue Baustellen mit insgesamt 95 neuen Wohneinheiten starten. Eine im Stadtpark Robend und der zweite Abschnitt der Bebauung an Brüsseler Allee und Louisenburger Weg.

(Report Anzeigenblatt)