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Trostpflaster für die Prinzenpaare

Trostpflaster für die Prinzenpaare
Erich Schmitz, Vorsitzender des Vaterstädtischen Vereins in Dülken, verkündete, dass der Nachholzug abgesagt wird. FOTO: Jungblut
Dülken. Nun ist es amtlich. Es wird in Dülken keinen nachgeholten Karnevalsumzug geben. Damit das Prinzenpaar Christian und Melanie Höchst sowie das Kinderprinzenpaar nicht „leer“ ausgehen, sollen sie im nächsten Jahr mit dabei sein dürfen. Von Werner Jungblut

Es war keine leichte Entscheidung, die

Erich Schmitz, Vorsitzender des Vaterstädtischen Vereins, am Donnerstag um 11.11 Uhr bei der Pressekonferenz verkünden musste: „Den Antrag für den Nachholtermin des ausgefallenen Dülkener Rosenmontagszug haben wir zurückgezogen. Wir haben die Entscheidung mit viel Wehmut getroffen. Aber alleine die Fakten sprechen für unsere Entscheidung. Wir haben auch schon mit den Prinzenpaaren gesprochen, die dieses ’Nein’ akzeptieren. Sie werden im kommenden Jahr im Rosenmontagszug mit einem eigenen Ex-Prinzen-Wagen mitziehen.“ Die Dölker Jonges werden diesen für Christian I. und Melanie I. anfertigen. Und das Kinderprinzenpaar bekommt ebenfalls einen eigenen Wagen.“ Der Vaterstädtische Verein ließ bei der PK im DülkenBüro noch einmal die gesamte „unsägliche Geschichte des Dülkener Karnevalszuges“ Revue passieren. Auch ohne Umzug war es Rosenmontag im Bereich Alter Markt zu erheblichen Zwischenfällen gekommen. Polizisten und Helfer wurden beschimpft und mit Flaschen beworfen. Alleine das zeige, wie schwierig eine Umfeldsicherung sei. Dies sei auch für einen eventuellen Nachholtermin zu vermuten.

Alleine rund 120 Personen würden so für die Sicherung des Zuges benötigt - von Polizei, DRK und Security-Mitarbeitern.

Dennoch hatte der Vaterstädtische Verein für den 17. April einen Umzug beantragt. Warum der 17. April? Am 6. März – hier wurde der Zug in Süchteln nachgeholt – wäre es in Dülken aufgrund eines Konzertes in St. Cornelius nicht gegangen. Ostern, Pfingsten und Weißen Sonntag waren weitere No-Go-Termine. Da blieb nur der 17. April übrig. Aber bei den rund 130 Zugeinheiten des Rosenmontagszuges stieß dies auf wenig Gegenliebe. Zwar meldeten sich rund 53 Gruppen an, diese aber zum Teil nur mit „halber Kraft“. Was auch auffiel: Die vielen Fußgruppen, die ja den Dülkener Rosenmontagszug ausmachen, wären nicht in ihren aktuellen Kostümen gekommen. Die werden nun für das nächste Jahr aufbewahrt. Dazu kommt, dass aus Dülken selbst nur knapp 20 Gruppen gemeldet waren. Erich Schmitz dazu: „Das Flair, die Ausstrahlung des Dülkener Rosenmontags wird hier in keiner Weise widergespiegelt.“

Eines war dem Vaterstädtischen Verein noch wichtig: „Wir wurden von den Behörden, sei es Polizei, Stadt oder DRK auch in dieser schwierigen Situation nicht alleine gelassen. Sie alle haben uns bestens unterstützt und ihre Hilfe angeboten.“

(Report Anzeigenblatt)