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Boisheimer Dorfzentrum
Tante-Emma-Laden 2.0

Boisheimer Dorfzentrum: Tante-Emma-Laden 2.0
Reinhard Kamps, Roland Trotzek, Stefan Schill, Michael Wolter und Rüdiger Ramakers haben gemeinsam mit vielen weiteren ehrenamtlichen Helfern den Dorf-Laden in Boisheim ins Leben gerufen. FOTO: Uebber
Boisheim. Am Donnerstag eröffnete "BoDo" - Boisheims neues Dorfzentrum - in den Räumen der ehemaligen Feuerwehrwache am Pütterhöfer Weg.  Von Daniel Uebber

Die selbst gebackenen Brötchen kommen von der Bäckerei Achten, das frische Fleisch von der Metzgerei Nothofer: "Wir wollen mit dem Dorf-Laden keine künstliche Konkurrenz zu bereits bestehendem Einzelhandel in Boisheim schaffen", sagt Michael Wolter, Geschäftsführer der gemeinnützigen DORV-Zentrum GmbH, die bei dem Projekt "Dorf-Laden" "die Kappe auf hat". 
"Daher gibt es auch keine Zigaretten und keine Zeitungen bei uns zu kaufen", ergänzt Rüdiger Ramakers, ebenfalls Geschäftsführer: "Wir wollen dem Kiosk in Boisheim keine Kunden streitig machen. Ohnehin verstehen wir den Laden eher als Treffpunkt, bei dem man eben auch einkaufen kann, als nur als reinen Nahversorger."

Dass das Interesse an dem "Tante-Emma-Laden 2.0" unter den Boisheimern allerdings enorm ist, zeigte sich am vergangenen Donnerstag bei der Eröffnung. Nicht nur Viersens neue Bürgermeisterin Sabine Anemüller und der erste Beigeordnete Dr. Paul Schrömbges waren vor Ort, sondern auch viele Bürger aus der Nachbarschaft. Außerdem mit von der Partie waren die Kinder des katholischen Kindergartens St. Peter, die eigens ein Gedicht zur Eröffnung vortrugen, und die Grundschüler der Erich-Kästner-Grundschule, die das Lied "Unser Dorf ist schön" zum besten gaben.

"Das DORV-Zentrum ist das Ergebnis beispielhaften bürgerschaftlichen Engagements. Zusammen mit der Stadt Viersen und den Sponsoren waren es vor allem die Boisheimer, die hier ein tolles Ergebnis auf die Beine gestellt haben", sagte Sabine Anemüller. 

Vor allem in den Wochen kurz vor der Eröffnung wurde noch einmal richtig hart "rangeklotzt", teilweise sogar täglich bis 23 Uhr, damit auch wirklich alles fertig war für den großen Tag. "Irgendwann im Laufe der Arbeiten an der Baustelle haben wir uns auf einen Eröffnungstag geeinigt. Jetzt hier zu stehen und zu sehen, wie viele Bürger gekommen sind, das macht mich stolz", sagt Reinhard Kamps vom "harten Kern" der Ehrenamtler. Dabei sind die Arbeiten an dem Lädchen noch nicht abgeschlossen. "Jetzt geht es an die Terrasse und das Café. Außerdem beginnt nun die alltägliche Arbeit im Laden selbst", erklärt Peter Breidenbach von der Lenkungsgruppe Boisheimer Dorfzentrum.