| 15.42 Uhr

Start frei für die Geriatrie

Start frei für die Geriatrie
Stellten jetzt die Neubaupläne vor: (v.l.) Thorsten König (Architekt), Joachim Planthold (Kaufm. Direktor), Dr. Kai Platte (Chirurgie), Ottmar Köck (Geschäftsführer St. Franziskus-Stiftung) und Dr. Thomas Axer (Geschäftsführer). FOTO: Andreas Baum
Süchteln. Nach Jahren der Planungen und Diskussion soll bald mit dem Neubau am St. Irmgardis Krankenhaus begonnen werden. Herzstück des neuen Gebäudes wird die Geriatrie - Fachabteilung für Altersmedizin. Von Dirk Kamps

Noch hat kein Unternehmen den Zuschlag erhalten, aber die Verantwortlichen am St. Irmgardis sind sich einig, dass es schnell voran gehen soll. „Der Rohbau soll bis Herbst fertig sein“, sagt Geschäftsführer Dr. Thomas Axer.

Das neue Gebäude entsteht parallel zum Altbautrakt. Beide Häuser werden miteinander verbunden. Der Bau wird dreigeschossig werden. Im Erdgeschoss sowie in der ersten Etage wird die Fachabteilung für Altersmedizin beheimatet sein. 51 Betten, die sich auf 31 Ein- und Zweibettzimmer verteilen, sind vorgesehen. Bisher verfügt das St. Irmgardis über 30 „Geriatrie-Betten“. Da sie nahezu ständig belegt seien, erkenne man den enormen Bedarf, stellt Axer klar.

Architekt Thorsten König erklärt: „Der Flächenbedarf bei den Zimmern ist größer als bei ’normalen’ Krankenhauszimmern.“ Das liege an der eingeschränkten Bewegungsmöglichkeit der Patienten, die zur Folge hat, das mehr Hilfsmittel wie Rollstuhl und Rollator zum Einsatz kommen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Neubaus ist die neue zentrale Notaufnahme. Hier wird zunächst jeder Notfall aufgenommen. Bisher gibt es für jede Fachrichtung eine eigene Ambulanz. Wege sollen so verkürzt werden. „Geplant ist, im Bereich der jetzigen Liegend-Anfahrt die Aufnahmeräume aller Fachrichtungen zusammenzuführen“, erklärt Dr. Kai Platte, Ärztlicher Direktor. Mit der Inbetriebnahme des Neubaus beginnt gleichzeitig der Rückbau einer Station im Altbau. Dort werden neue Therapiebereiche und Arztzimmer entstehen. In einem dritten Bauabschnitt soll die Sanierung der verbleibenden Bettenstationen erfolgen. Dr. Thomas Axer zeigt sich erfreut über das Großprojekt: „Damit tragen wir gleichzeitig dem Kooperationsvertrag der beiden Viersener Krankenhäuser Rechnung und der Standort für das St. Irmgardis-Krankenhaus wird gesichert.“

(StadtSpiegel)