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Stadt sperrt Karl-Rieger-Halle

Viersen. Die Stadt Viersen hat die Karl-Rieger-Halle in Süchteln am Donnerstag aus Sicherheitsgründen gesperrt. Nach Hinweisen von Nutzern hatte ein Statiker die Dachträger überprüft und Risse in den Leimbindern festgestellt. Es besteht die Gefahr, dass die Dachträger etwa bei einem starken Sturm einknicken könnten. Von der Redaktion

Anders als bei den anderen Sporthallen in der Stadt, die nach einer Überprüfung saniert wurden oder werden, liegt das Problem nicht bei der Befestigung von Platten. Die Karl-Rieger-Halle ist anders konstruiert; hier geht es nicht um die Decke, sondern um das Dach.

Der für das Gebäudemanagement zuständige Beigeordnete Norbert Dahmen sagte, es sei Gefahr im Verzug, es gehe um die Sicherheit der Halle an sich. Darum müsse sofort und ohne aufwendige förmliche Ausschreibungsverfahren gehandelt werden.

Der Statiker wird kurzfristig anhand der Pläne und Aufzeichnungen zu der 1984 eröffneten Halle das Risiko genauer einschätzen. In der kommenden Woche wird ein weiterer Experte die Schäden begutachten. Bis Ende der kommenden Woche wird feststehen, ob zunächst Notsicherungsmaßnahmen ergriffen werden müssen und wie die Schäden behoben werden können. Voraussichtlich werden dafür Bauteile benötigt, die einzeln angefertigt und zugelassen werden müssen. Das kann gut vier Wochen dauern. Weitere zwei bis drei Wochen wird der Einbau in Anspruch nehmen. „Wir rechnen mit rund acht Wochen, bis die Halle wieder freigegeben werden kann“, sagte Dahmen.

Wie die Schäden entstanden sind, wird noch geprüft. In der Halle war erst vor wenigen Wochen eine neue Notbeleuchtung installiert worden. Dabei waren keine Schäden aufgefallen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Sturm vor zwei Wochen das Dach so belastet hat, dass die Träger Schaden genommen haben.

Die Halle wird für den Schulsport sowie vom ASV Süchteln für den Vereinssport genutzt. Ob und wo Ausweichmöglichkeiten in anderen Hallen bestehen, wird derzeit mit Hochdruck geprüft. Sofern die Sicherheit es zulässt, will die Stadt die Zeit der Arbeiten auch dazu nutzen, die Deckenplatten zu überprüfen und kleinere Schäden an der Halle zu beheben.

(Report Anzeigenblatt)