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Stabwechsel im Handwerk

Kreis Viersen. Der langjährige Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein Krefeld-Viersen-Neuss, Paul Neukirchen, geht am 31. Januar in den Ruhestand. Sein Nachfolger ist Marc Peters. Von der Redaktion

Während einer Feierstunde im Neusser Zeughaus erhielt Paul Neukirchen das Goldene Ehrenzeichen der Handwerkskammer Düsseldorf. Deren Hauptgeschäftsführer Dr. Axel Fuhrmann überreichte ihm die höchste Auszeichnung der Kammer gemeinsam mit Kreishandwerksmeister Rolf Meurer.

In seiner Festrede griff Fuhrmann einen Slogan aus der Imagekampagne des Handwerks auf: „Wer etwas machen will, das ihn fordert, findet es im Handwerk.“ Für Paul Neukirchen gingen nun 40 fordernde Jahre im organisierten Handwerk zu Ende. Als Hauptgeschäftsführer leitete er die so entstandene größte Kreishandwerkerschaft Deutschlands mit 41 angeschlossenen Innungen und mehr als 4.000 Mitgliedern.

„Wer über vier Jahrzehnte mit großem Erfolg an allen Gesetzesklippen, Organisationsabgründen und ehrenamtlichen Untiefen vorbeigesegelt ist, hat größte Anerkennung verdient“, sagte Axel Fuhrmann.

Ihre große Wertschätzung für Paul Neukirchen brachten weitere Ehrengäste zum Ausdruck, darunter der Bundestagsabgeordnete Hermann Gröhe und der Landrat des Rhein-Kreises Neuss, Hans-Jürgen Petrauschke. Neukirchens überregionales Engagement für das Handwerk würdigten der Vorsitzende der „Aktion Modernes Handwerk“ und Präsident der Handwerkskammer Karlsruhe, Joachim Wohlfeil, und der Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kreishandwerkerschaften, Andreas Fabri.

Den Staffelstab gibt Paul Neukirchen nun weiter an Marc Peters. Der 49-Jährige kennt das Handwerk in der Region bestens: Er ist seit 14 Jahren bei der Kreishandwerkerschaft beschäftigt, seit 2009 als Geschäftsführer Recht. Marc Peters (49) stammt aus einer Handwerkerfamilie: Sein Vater war selbständiger Gold- und Silberschmiedemeister. Der neue Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein ist in Viersen geboren und aufgewachsen. Er studierte Jura in Köln und arbeitete nach dem Zweiten Staatsexamen acht Jahre als Anwalt in Mönchengladbach.

Marc Peters lebt mit seiner Frau Laura und den beiden Töchtern in Viersen. Er war viele Jahre kommunalpolitisch engagiert, unter anderem als Mitglied des Kreistages und im Viersener Stadtrat. Er ist Fan von Borussia Mönchengladbach und interessiert sich für moderne Kunst.

Als größte Herausforderung der kommenden Jahre sieht Marc Peters den geplanten Neubau der Kreishandwerkerschaft. Voraussichtlich in Krefeld-Fichtenhain werde ein „zentraler Identifikationspunkt“ für das Handwerk in der Region, die Innungen und Mitgliedsbetriebe entstehen, sagte Peters. Weitere große Themen sind die Digitalisierung sowie Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel.

Marc Peters werde mit frischen Ideen neue Impulse setzen und die Kreishandwerkerschaft Niederrhein „besonnen und mit ruhiger Hand“ führen, sagte Kreishandwerksmeister Rolf Meurer. Bei Paul Neukirchen bedankte er sich herzlich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit: „Wir waren ein gutes Team.“

(StadtSpiegel)