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Motorradfahrer aus Viersen erhält Fahrverbot
Raser fuhr 126 km/h zu schnell

Viersen. Vergangenen Sonntag kontrollierten Beamte des Verkehrsdienstes der Polizei Viersen, wie in der Presse angekündigt, den Verkehr auf der L29 in Viersen im Bereich Grenzweg. Dabei ging ihnen ein Motorradfahrer ins Netz, der 196 km/h schnell war. Erlaubt sind hier 70 Stundenkilometer. Von der Redaktion

Insgesamt überprüfte die Polizei am Sonntag 2000 Fahrzeuge im Rahmen der Geschwindigkeitskontrolle. Es wurden 92 Verstöße festgestellt, davon 83 Verwarnungen und neun Anzeigen gefertigt. Zwei Verkehrsteilnehmer haben Fahrverbote zu erwarten. Besonders schlimm ist der Fall um einen 26-jährigen Motorradfahrer, der mit 196km/h in die Meßstelle der Polizei fuhr, und dabei trotz Überholverbot noch andere PKW, die sich an die Vorschriften hielten, überholte.

Hätte zu diesem Zeitpunkt jemand plötzlich die Straße gequert, hätte die überschaubare Strecke nicht ausgereicht, um das Motorrad zum Stehen zu bringen. Das Motorrad legt bei dieser Geschwindigkeit in jeder Sekunde mehr als 50 Meter zurück, der Anhalteweg liegt bei fast 400 Metern und ist somit 350 Meter länger als bei den erlaubten 70km/h. Von der gemessenen Geschwindigkeit wird im weiteren Verfahren nun eine Toleranz von drei Prozent, rund  sechs km/h, abgezogen. Somit werden 190 km/h bei erlaubten 70 km/h vorwerfbar. Der vorgegebene Bußgeldkatalog endet tabellarisch bei einer Überschreitung von mehr als 70 km/h mit 600 Euro Bußgeld, nebst 3 Monaten Fahrverbot.

Ob man bei der festgestellten Geschwindigkeitsübertretung aber von einem fahrlässig begangenen Verstoß reden kann, wird im weiteren Verfahren zu prüfen sein. Bei so hohen Geschwindigkeitsverstößen, die vorsätzlich begangen werden, wird aus einer Verkehrsordnungswidrigkeit schnell eine Verkehrsstraftat - die eine komplette Entziehung der Fahrerlaubnis zur Folge haben kann.