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Prothese aus den USA

Prothese aus den USA
Oberarzt Dr. Jochen Neßler (stellvertretender Ärztlicher Direktor), Ralf Wieland und Prof. Dr. Dietmar Pierre König (Ärztlicher Direktor) sind zufrieden mit dem Verlauf der OP. FOTO: LVR-Klinik
Viersen. Ein halbes Jahr Vorbereitungszeit, akribische Berechnungen und Überlegungen, technisch genaueste Abwägungen: In der LVR-Klinik für Orthopädie Viersen erhielt Patient Ralf Wieland jetzt eine Knie-Spezialprothese, die in den USA hergestellt wurde und so bisher noch nie in Europa zum Einsatz kam. Von Sandra Geller

Dankbar, gerührt, glücklich - mit diesen Gefühlen wurde Ralf Wieland jetzt aus der Klinik entlassen. „Ich bin froh, dass mir so gut geholfen wurde“, sagt der 58-Jährige. Und er ist auch etwas Besonderes, denn die neue Prothese, die er in der LVR-Klinik für Orthopädie Viersen erhielt, wurde eigens in den USA hergestellt. Die Operation dauerte gut acht Stunden. Und sie war ein voller Erfolg, wie auch Oberarzt Dr. Jochen Neßler erklärt: „Die Alternative wäre eine komplette Versteifung des Gelenks oder gar eine Amputation gewesen.“ Dazu ist es dank modernster Technik und dem Einsatz des Teams um Professor Dr. Dietmar Pierre König, Ärztlicher Direktor der LVR-Klinik für Orthopädie Viersen, nicht gekommen.

Der Kontakt zum Professor besteht seit bereits zwölf Jahren. Damals musste Ralf Wieland wegen eines Tumors der distale Oberschenkel, also der untere Bereich des Oberschenkels, entfernt werden. Er erhielt eine Tumor-Prothese. Behandelt wurde der Patient von Professor Dr. Dietmar Pierre König, damals noch im Universitätsklinikum Köln. Der Kontakt brach nie ab. So kam Ralf Wieland zur Nachsorge auch in den Jahren danach nach Süchteln in die Orthopädie.

Nun allerdings musste gehandelt werden, denn die alte Prothese hatte sich gelockert. Bei der Vorbereitung für eine Neuversorgung arbeiteten Professor Dr. König und Dr. Neßler eng mit Ingenieuren zusammen. Es wurden computertomographische Bilder angefertigt. Schließlich wurde die neue Prothese nach individuellen Anforderungen passgenau hergestellt. „Natürlich war das auch für uns eine spannende Sache. Und wir sind froh, dass wir Herrn Wieland helfen konnten“, sagt Professor Dr. Dietmar Pierre König.

Ralf Wieland selbst wartet nun auf eine anstehende Reha. Zum Abschluss sagt er: „Ich fühle mich richtig gut.“ Sicher das Schönste, das man von einem Patienten zu hören bekommen kann.

(Report Anzeigenblatt)