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Prima Projekt „Balu und du“

Prima Projekt „Balu und du“
Unterstützen das Mentoren-Projekt „Balu und Du“ in der Rolle des „Balu“: Johanna Horn (19 Jahre, re., linkes Foto) und Julia Steffens (17 Jahre). Petra Danek (li, rechtes Foto) von der Freiwilligen-Zentrale Viersen und Caroline Funken (Bundesfreiwilligendienst) stellten das Projekt vor.
Viersen. Wie fahre ich Bus? Wachsen Erdbeeren auf Bäumen? Mit solchen Fragen möchten Kinder (Moglis) die Welt verstehen. Dabei unterstützen kann ein großer Freund (Balu), genauer gesagt das Projekt „Balu und Du“ der Freiwilligen-Zentrale Viersen. Von Claudia Ohmer

„Großes Engagement für kleine Persönlichkeiten“, so stellt Petra Danek von der Freiwilligen-Zentrale Viersen das neue ehrenamtliche Mentorenprogramm für Grundschulkinder vor. Genauso wie in „Das Dschungelbuch“ der gemütliche Bär Balu seinen kleinen Freund Mogli begleitet und zur Seite steht funktioniert auch das deutschlandweite Projekt „Balu und Du“.

„Moglis sind Grundschulkinder, die aus diversen Gründen vermehrt Aufmerksamkeit und Zuwendung benötigen, sich zu integrieren, zur Entfaltung ihrer Alltagskompetenzen oder auch zur Förderung ihres Selbstbewusstseins“, erklärt Petra Danek.

Junge engagierte Leute zwischen 17 und 30 Jahren, die ein ehrenamtliches Betätigungsfeld suchen, können als Mentor „Balu“ mindestens ein Jahr lang eine individuelle Patenschaft für ein Kind übernehmen. Quasi der große Freund sein, der mit dem Grundschulkind „die Welt entdeckt“ und die Herausforderungen des Alltags meistert. Das kann der Gang ins Kino, auf den Fußballplatz oder vieles andere sein. „Oft wird unterschätzt, dass auch ein Spielplatzbesuch nachwirken kann“, weiß die Ansprechpartnerin.

„Wir haben immer einen Bedarf an Balus. Das Projekt soll hier an Leben gewinnen“, sagt Danek. Seit etwas mehr als einem halben Jahr laufe das Projekt mit den „Balus“ Johanna Horn (19 Jahre) und Julia Steffens (17 Jahre) in Viersen. „Natürlich werden die Mentoren auch betreut und nehmen an regelmäßigen Begleitveranstaltungen teil. Auch in ’Erste Hilfe am Kind’ wird geschult.“ Und am Ende des Begleitjahres gibt es ein Zertifikat und ein Abschlussfest. Aber auch nach einem Jahr müsse nicht Schluss sein - dann wird der Balu zum Senior-Balu und die Freundschaft könne weitergeführt werden.

Und wer kann ein „Mogli“ sein? „Die Kinder werden uns von Grundschulen oder sozialen Einrichtungen vorgeschlagen“, antwortet Danek. Positives Feedback gebe es auch bereits von den Lehrern der betreuten „Moglis“. Da könne man schon eine positive Veränderung feststellen.

Interessierte können also mit ganz wenig und eigenen gegebenen Talenten viel Gutes tun. „Wir freuen uns über jede Schule, Institution oder auch Ehrenamtlich Interessierte, die sich bei uns melden“, sagt Petra Danek abschließend.

(StadtSpiegel)