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Premiere: „Inklusion - alles inklusiv?!“

Premiere: „Inklusion - alles inklusiv?!“
Für die Akteure im Film hatte die Lebenshilfe Kreis Viersen den „Roten Teppich“ ausgerollt. FOTO: Jungblut
Kreis Viersen. Die Lebenshilfe Kreis Viersen stellte den von André Sole-Bergers mit Klienten der Lebenshilfe inszenierten Film „Inklusion - alles inklusiv?!“ vor. Von Werner Jungblut

Es war eine spontane „Sonntagsidee“ von André Sole-Bergers, das Thema Inklusion in einem Film aufzuarbeiten. Dabei kommen ausschließlich Menschen mit geistiger Behinderung zu Wort. Gut 30 Minuten lang äußern sich 14 Klienten der Lebenshilfe zum Thema Inklusion. Vor allem ihre Wünsche und Vorstellungen was Inklusion ist, was sie darunter verstehen und was sie davon erwarten, sind sehr einfühlsam erfasst.

Eines war allen Akteuren sehr wichtig: Mehr miteinander machen - sowohl Menschen mit als auch ohne Behinderung. Als Inklusion wurde auch die eigene Wohnung empfunden. Arbeiten in einem normalen Betrieb oder gemeinsame Unternehmungen mit Nichtbehinderten sind für Behinderte erstrebenswerte Ziele. „Dann wäre ich ein normaler Mensch“, dieser Kommentar ist schon bemerkenswert. Wie geht es jetzt weiter? Mit dieser Frage endet der Film und war gleichzeitig Einstieg in eine Fragerunde mit Viersens Bürgermeisterin Sabine Anemüller. Was kann die Verwaltung, was die Politik tun?

Die Behinderten wünschten sich, dass zum Beispiel die Politik offener auf sie zugehen würde und somit auch ein Signal an andere Nichtbehinderte sende. Es sollten mehr Möglichkeiten geschaffen werden, wo beide Seiten sich einbringen könnten.

Mit diesem Filmprojekt war die Gruppe der Lebenshilfe auch schon beim Fernsehen. Mit einer Klasse des Kempener Gymnasiums traf man sich zum Grillen. „Macher“ André Sole-Bergers: „Ich würde mich freuen, wenn wir mit dem Film Barrieren aufbrechen und Berührungsängste abbauen können. Dieser erste Beitrag kann auch Auslöser für weitere Projekte werden, in die auch Nichtbehinderte mit einbezogen sind.“

(StadtSpiegel)