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Patenkinder und Projekte

Patenkinder und Projekte
Mit viel Herzlichkeit werden die Reisenden in den Dörfern empfangen. FOTO: AWA
Viersen. Jedes Jahr unternehmen einige Mitglieder der Aktionsgemeinschaft Viersen-West-Afrika (AWA) eine Betreuungsreise nach Togo und Benin. Von Claudia Ohmer

Vor 22 Jahren reiste die heutige Vorsitzende Marina Hammes zum ersten Mal zu Patenkindern und Projekten nach Afrika. Seitdem hat der 1980 gegründete Verein schon viel in Westafrika geleistet und auf die Beine gestellt. Nach dem Motto Hilfe zur Selbsthilfe wurden Schulen gebaut, eine Schreinerei, zwei Schlossereien und eine Nähschule initiiert. Außerdem hat die AWA zwei Krankenstationen ins Leben gerufen. Jährlich werden Container mit Hilfsgütern verschickt und vor Ort die zahlreichen gut angelaufenen Projekte kontrolliert.

Bei der jüngsten Reise im Februar war auch eine neunköpfige Gruppe von Paten mit auf Reisen. „Sie waren alle begeistert und sind schwer infiziert“, berichtet Katja Poxleitner-Beckers, zweite Vorsitzende der AWA. In den dreieinhalb Wochen vor Ort in Westafrika wurden auch rund 520 Patenkinder in acht Dörfern besucht. „Auch wenn wir jährlich im Land sind, gibt es immer wieder Momente, die uns bedrücken. Ein kleines Mädchen haben wir neu in Patenschaft genommen. Ihre Mutter kam auf Krücken zu uns“, erzählt Marina Hammes. „Sie hatte sich am Bein verletzt, ihr fehlte das Geld für die Krankenstation, umgerechnet nur zehn Euro. Man musste ihr das Bein amputieren.“

Im Dorf Sawlakpa in Benin wurde der neue Brunnen eingeweiht. Die Kosten von 9 500 Euro wurden über Spenden finanziert.

Die Krankenstation in Yokélé wurde renoviert, bekam neue Toiletten und einen Brunnen. Eine einfache Unterkunft wurde für den Krankenpfleger gebaut, der somit Tag und Nacht vor Ort sein kann.

Seit zehn Jahren gibt es einen Partnerschaftsvertrag vom Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium in Viersen mit dem Lycée de K’Pele Nord - viele Spenden wurden für Neubau, Toiletten, Wasser und Schulmaterial genutzt. In diesem Jahr war der gewünschte Sportplatz fertig und eine Klasse mit Computern ausgestattet worden. Das Gymnasium in Grevenbroich unterstützt das Lycée in Nyékonakpoe.

(StadtSpiegel)
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