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Neuer Schiedsmann im Bezirk

Neuer Schiedsmann im Bezirk
Bernward Krause ist neuer Schiedsmann. FOTO: Gabriela Krause
Viersen. Bernward Krause ist neuer Schiedsmann für den Schiedsamtsbezirk I (Viersen-Nord). Er hat die Nachfolge von Thea Klanten angetreten, die nach 25-jähriger Tätigkeit wegen Erreichens der Altersgrenze aus dem Amt ausschied. Von Claudia Ohmer

„Mich reizte es sehr, diese neue, ehrenamtliche Aufgabe zu übernehmen, zumal ich dabei die Kenntnisse und Fähigkeiten, die ich im Rahmen meiner bisherigen Beratungstätigkeit im Schulbereich erworben habe, weiter nutzen kann“, sagt Bernward Krause zu seinem neuen Amt als Schiedsmann für den Bezirk I.

Ursprünglich stammt Bernward Krause (66) aus Bückeburg, lebt aber schon seit seiner Kindheit am Niederrhein und ist in Mönchengladbach zur Schule gegangen. Bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2014 war der Vater von drei Söhnen als Gymnasiallehrer für Deutsch und Geschichte in Mönchengladbach tätig.

Aufgabe von Schiedspersonen ist es, nach dem Motto „Schlichten statt Richten“ eine Einigung zwischen Konfliktparteien herbeizuführen, schon bevor es zu einer Klage vor Gericht kommt. Bei vielen zivilrechtlichen Streitigkeiten, zum Beispiel im Nachbarschaftsrecht, ist der Gang zum Schiedsamt sogar zwingend vorgeschrieben, bevor ein Gericht angerufen werden kann.

In den meisten Fällen können Meinungsverschiedenheiten durch die Schiedspersonen ausgeräumt werden. Im Falle eines Kompromisses bleiben allen Beteiligten monatelange Klageverfahren vor den ohnehin überlasteten Gerichten erspart. Außerdem sind die Gebühren für ein Schiedsgerichtsverfahren vergleichsweise gering. Sie liegen je nach Verlauf bei circa 50 Euro.

Wer in eine Auseinandersetzung verwickelt ist, deren Schlichtung zu den Aufgaben eines Schiedsamtes gehört, oder wer ganz allgemein Fragen zum Schiedsverfahren hat, kann sich gern und vertrauensvoll an eine der Schiedspersonen wenden.

(StadtSpiegel)