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Neuer Doktor der Narren

Neuer Doktor der Narren
Ein feierlicher Termin: (v.l.) Dr. Hans-Rudolf Milstrey, Pfarrer Rainer Thoma, Dr. Volker Müller und Wilfried Steffestun. FOTO: Groschopp
Dülken. Die Berittene Akademie der Künste und Wissenschaften zu Dülken, kurz Narrenakademie, hat im Rahmen ihres 39. Kreuzherrenessens Dr. Hans-Rudolf Milstrey den Titel Doctor humoris causa verliehen. Von Ralf Groschopp

Der Doktorand promovierte vor rund 30 Senatorenkollegen und zahlreichen Ehrengästen im Corneliushaus der Dülkener Pfarrkiche. So begrüßte Dr. Volker Müller, Rector magnificus der Akademie, unter anderem den ehemaligen Landrat Peter van Vlodrop, Dr. humoris causa Pfarrer Rainer Thoma, der erst vor kurzem die Pfarre St. Cornelius verlassen hatte, sowie Milstrey’s Frau Stefanie und deren Sohn Felix.

Dem Namensappell der Senatoren folgte die Laudatio auf den ehemaligen Leitenden Arzt des St. Irmgardis-Krankenhauses in Süchteln. Müller bezeichnete Milstrey als Freund und beruflichen Kollegen und berichtete, dass er als Patenonkel von Felix eigentlich nicht als Laudator hätte in Frage kommen dürfen. „Man muss mich da eigentlich als befangen einstufen“, so Müller, der ergänzte, „ich nehme mir diese narrenakademische Freiheit aber heraus, es doch zu tun.“ Müller stellte den Doktoranden noch einmal näher vor und attestierte ihm „ein praktizierender Intellektueller mit Humor“ zu sein und stellte fest, dass das Präsidium der Akademie seinem Vorschlag zur Promotion einstimmig gefolgt sei.

Die obligatorischen drei Prüfungsfragen beschäftigten sich alle mit dem Thema Bewegung. Zur Beantwortung der ersten beiden Aufgaben bediente sich Milstrey des Wissens antiker Philosophen und des Humors des rheinischen Kabarettisten Konrad Beikircher. Zur Beantwortung der dritten Frage, die sich auf die Frauenbewegung bezog, zitierte er den früheren Rector magnificus, Gustav Fetten: „Ich schätze die Frauenbewegung sehr, aber nur wenn sie rhythmisch ist.“ Dr. Milstrey erntete für seine Ausführungen langanhaltenden Applaus und bekam schließlich seine Ernennungsurkunde überreicht und den Doktorhut aufgesetzt.

(Report Anzeigenblatt)