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Mehr Stellplätze am Bahnhof

Mehr Stellplätze am Bahnhof
Eine verbindliche Parkordnung soll es ab Frühjahr 2018 am Boisheimer Bahnhof geben. FOTO: Claudia Ohmer
Boisheim. Die Stadt Viersen wird im Frühjahr 2018 das Stellplatzangebot im Bereich des Bahnhofs Boisheim verbessern. Einen entsprechenden Auftrag hat der Ordnungs- und Straßenverkehrsausschuss an die Verwaltung erteilt. Von der Redaktion

In einem ersten Schritt soll der vorhandene Park-and-Ride-Parkplatz (P& R) an der Nettetaler Straße verbessert werden. Dazu wird der Bodenbelag überarbeitet. Asphaltiert werden soll der Platz nicht. Um die Belegung zu steigern, werden Schilder auf die Parkordnung hinweisen. Außerdem wird der Platz künftig nur noch für Personenautos zugelassen.

Bei mehreren Ortsterminen hatte die Stadtverwaltung festgestellt, dass im Durchschnitt zwölf Pkw hier abgestellt sind. Der Parkplatz werde auch von Lastwagenfahrern genutzt. Die Beschränkung auf Personenwagen und eine verbindliche Parkordnung sollen künftig Platz für 20 bis 21 Pkw bringen.

Als weitere Möglichkeit kommt die Ausweitung des Stellplatzangebotes auf den Weg zur Güterverladestelle in Betracht. Hier müssten zunächst Gespräche mit der Bahn als Flächeneigentümer geführt werden. Der Ausbau könnte nach Ansicht der Stadt bis zu acht weitere Stellplätze bringen.

Daran könnte sich eine dritte Stufe anschließen. Dann würde die Gartenfläche nördlich des heutigen P& R umgestaltet, um nochmals zusätzliche Stellplätzen zu schaffen.

Zunächst aber soll die Verwaltung die Entwicklung beobachten, die sich aus den Verbesserungen auf dem vorhandenen Platz ergibt. Denn diese Maßnahmen lassen sich aus dem laufenden Haushalt bezahlen. Die folgenden Schritte erfordern dagegen längere Vorbereitung und zusätzliches Geld. Wie viel genau, müsste noch ermittelt werden. Über diese Schritte hinaus hat die Verwaltung sich mit der Möglichkeit befasst, einen neuen, größeren P& R-Platz zu bauen. Hier gibt es Förderprogramme des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Stadt rät aber zum jetzigen Zeitpunkt davon ab. Besser sei es, zunächst die anderen Schritte abzuarbeiten und die Ergebnisse zu bewerten.

Im Fall einer Landesförderung musste der P& R-Platz zudem für mindestens 20 Jahre genutzt werden. Sollte der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke nach Kaldenkirchen verwirklicht werden, würde dieser Platz möglicherweise gebraucht. Daher sollten diese Fragen geklärt werden, bevor über den Bau eines neuen Platzes nachgedacht wird.

Auslöser der Überlegungen war ein Antrag der CDU-Fraktion vom November vergangenen Jahres. Darin hatten die Politiker beklagt, dass der P& R-Platz an der Raiffeisenstraße nicht ausreiche. Dementsprechend seien die Nebenstraßen in diesem Bereich ü

berlastet.

(Report Anzeigenblatt)