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Leckeres vom Niederrhein

Leckeres vom Niederrhein
„Moppe“ und Mispelgebäck, zwei typische Köstlichkeiten aus der niederrheinischen Küche. Es greifen beherzt zu (v.l.): Ulla Franken, ihre Mutter Maria, Carsten Zint, Filialleiter der Sparda-Bank Viersen, und Dr. Albert Pauly vom Verein für Heimatpflege Viersen. FOTO: Horst Siemes
„Lookko-ek“, „Kappes. schlodder“, eine „Flotte Taat ut Reste“ oder „Moppe“ - diese und noch viele andere Köstlichkeiten finden sich im Buch „Niederrheinische Küche“ mit einer Rezeptsammlung von Maria Franken, frühere zweite Vorsitzende des Vereins für Heimatpflege Viersen. Von Sandra Geller

Viersen.

Durch den Raum weht ein verführerischer Duft, das Tablett ist vollgepackt mit Mispelgebäck und „Moppe“, eine Art Lebkuchen, so wie „vrö-er en Viersche jekokkd wo-erd“. „Zu dem Gebäck gibt es auch eine Geschichte rund um die Remigiuskirche“, weiß Maria Franken und erzählt von der Gaststätte „Zur Mopp“ und von den süßen Lebkuchenstückchen, die bei „Moppe Pitter“ gekauft wurden.

Die niederrheinische Küche wieder zurück an den heimischen Herd holen, das ist das große Anliegen von Maria Franken. Deshalb ist ihr Kochbuch bereits in der vierten Auflage erhältlich - erweitert um 24 neue Rezepte und zahlreiche „alte Ratschläge aus der Küche“. Es erscheint mit 179 Seiten und vielen neuen Abbildungen aus dem historischen Viersen als Band 42 der Schriftenreihe „Viersen - Beiträge zu einer Stadt“. Herausgeber ist der Verein für Heimatpflege Viersen - mit finanzieller Unterstützung der Sparda-Bank Viersen.

Schon als junges Mädchen hat Maria Franken ihre Leidenschaft fürs Kochen entdeckt: „Wenn meine Mutter am Herd stand, habe ich immer ganz genau aufgepasst und mir Notizen gemacht“, berichtet die passionierte Köchin. Ein ganzer Schuhkarton voll Papier kam so im Laufe der Jahre zusammen - bis die Idee entstand, aus dieser Sammlung ein Kochbuch zu machen. Jedes einzelne Gericht ist von Maria Franken ausprobiert und für gut befunden worden - von Suppen und Salaten über Gemüsiges bis hin zu Fisch und Fleisch. Nicht zu vergessen die süßen Sachen „förr de Schluukmüllkes“.

„Wer wissen möchte, wie früher in Viersen gekocht wurde, dann ist dieses Buch das Standardwerk“, betont Dr. Albert Pauly, Vorsitzender des Vereins für Heimatpflege Viersen.

(Report Anzeigenblatt)