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Kunst im Alten Sudhaus

Kunst im Alten Sudhaus
Der Künstler Helmuth Wolf, selbst früher Ergotherapeut bei der PHG, hatte die Idee im Alten Sudhaus auszustellen. Er zeigt einige seiner geschmiedeten Metall-Skulpturen. FOTO: C. Ohmer
Viersen. Erstmals wird im alten Sudhaus an der Dülkener Straße 72 a, das von der Psychiatrischen Hilfsgemeinschaft Viersen (PHG) genutzt wird, eine Kunstausstellung stattfinden. Am Freitag, 31. März, wird sie um 19 Uhr eröffnet. Von Claudia Ohmer

Rund vier Jahre nach der aufwendigen und meisterlichen Sanierung des Alten Sudhaus der ehemaligen Lohbusch-Brauerei, dient das Denkmal nun als Kulisse für Kunst.

„Ich bin verliebt in das Sudhaus, ein tolles Gebäude“, freut sich Helmuth Wolf als ehemaliger Mitarbeiter der Psychiatrischen Hilfsgemeinschaft Viersen (PHG), die hier seit vier Jahren ihre Heimat gefunden hat. Jetzt hat Wolf als Künstler die Ausstellung mit zwei weiteren Künstlern initiiert. „Als Helmuth Wolf die Idee geäußert hat, hier Kunst zu präsentieren, war ich begeistert“, sagt Stefan Corda-Zitzen, Geschäftsführer der PHG. Man habe immer über 700 Besucher im Jahr in der Kontakt- und Beratungsstelle, die für jeden offen steht, der die Arbeit der PHG kennen lernen und sich informieren möchte - warum nicht mal Kunst darbieten. „Wenn die Ausstellung gut ankommt, ist es das Ziel, dies jährlich zu etablieren und auch die Kunst von psychisch Kranken einzubinden“, ergänzt Corda-Zitzen.

Doch nun steht erstmal die erste Ausstellung unter dem Titel „Metall Farbe Foto“ an, die am Freitag, 31. März, um 19 Uhr eröffnet wird und bis Ende April im Alten Sudhaus an zwei Tagen in der Woche (Donnerstag und Sonntag) zu sehen sein wird. Präsentiert werden drei verschiedene Kunstrichtungen: geschmiedete Metallobjekte von Helmuth Wolf, Ölmalerei von Stephanie Lenders und Fotokunst von Wolf Tekook.

„Wir zeigen hier keine Kunst, die abstrahiert, es geht um ganz konkrete Wahrnehmung und Erkennen - es muss sofort knacken“, erklärt der Kempener Helmuth Wolf, der sich bei seinen geschmiedeten Skulpturen mit dem Menschen befasst, mit Gestiken und Mimiken arbeitet.

Die freischaffende Künstlerin Stephanie Lenders aus Kempen arbeitet vorwiegend in Öl auf Leinwand. Entweder sehr farbstark oder sehr zurückhaltend dezent stellt sie die Natur und Landschaft dar. Seit 2005 sind ihre Arbeiten in verschiedenen Ausstellungen am Niederrhein zu sehen.

„Alle meine Bilder beginnen mit einem - oder meist vielen - Klicks auf den Auslöser einer Kamera. Mit Hilfe der Bildbearbeitung entstehen dann Kollagen, die die abgebildete Realität erweitern und neu deuten“, sagt Wolf Tekook über seine künstlerische Arbeit. Der Fotocouturist hat u.a. bereits in New York, Berlin, Peking ausgestellt.

(StadtSpiegel)