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Festgenommen
Kinder als Einbrecher unterwegs

Viersen. Zwei elf und zwölf Jahre alte Mädchen, die keinen festen Wohnsitz in Deutschland haben, dürften für einen versuchten Wohnungseinbruch auf der Hofstraße verantwortlich sein. Die Kinder, die mehrfach bundesweit wegen Tageswohnungseinbrüchen polizeilich in Erscheinung getreten sind, wurden von couragierten Zeugen verfolgt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Von der Redaktion

Am Montag, gegen 15.10 Uhr, bemerkte eine Bewohnerin auf der Hofstraße verdächtige Geräusche an der Haustür. Bei ihrer Nachschau entdeckte sie die beiden Mädchen, die offenbar versucht hatten, die Tür aufzuhebeln. Die Mädchen flüchteten, verfolgt vom Ehemann der Wohnungsinhaberin Richtung Süchtelner Straße. Unter Mithilfe weiterer Passanten und Anwohner gelang es, die beiden Mädchen in einem Büro auf der Süchtelner Straße festzuhalten und die Polizei zu informieren.

Hier fanden Kriminalbeamte dann auch das mutmaßliche Tatwerkzeug (zwei Schraubendreher). Die Kinder wollten nicht mit der Polizei reden. Die strafunmündigen Kinder wurden nach Identitätsfeststellung an die Jugendschutzambulanz im Kaarst übergeben, da ihre Erziehungsberechtigten nicht bekannt sind. Die Polizei richtet ihren Dank an die beherzten Zeugen und macht einmal mehr darauf aufmerksam, dass es sich bei Wohnungseinbrechern nicht immer um erwachsene Männer handelt.

Immer häufiger tauchen als Tatverdächtige auch Kinder oder sehr junge Mädchen auf, denen vielleicht im Wohnumfeld niemand einen Einbruch zutraut und die deshalb recht unbehelligt agieren können. Achten Sie daher auch auf ganz junge Menschen, die Ihnen in Mehrfamilienhäusern oder auf den Straßen von Wohngebieten auffallen. Wenn Sie bei Ihren Beobachtungen ein ungutes Gefühl haben, so scheuen Sie sich nicht, die Polizei über den Notruf 110 zu informieren. Die Polizei kommt gerne und klären vor Ort, ob es sich um harmlose, spielende Kinder oder ggf. doch um Wohnungseinbrecher handelt.