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Insolvenz von Süchtelner Paperboard GmbH

Süchteln. Das Süchtelner Unternehmen Viersener Paperboard GmbH hat am 24. Oktober Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Das Amtsgericht Mönchengladbach hat Rechtsanwalt Emil Rinckens von der Kanzlei FRH Fink Rinckens Heerma Rechtsanwälte Steuerberater zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Mit rund 80 Mitarbeitern erzielte Paperboard mit der Herstellung von sogenanntem Graupapier aus Altpapier zur Weiterverarbeitung in der Kartonagenindustrie zuletzt einen Jahresumsatz von über 20 Millionen Euro. Der vorläufige Insolvenzverwalter Emil Rinckens strebt eine Fortsetzung des Geschäftsbetriebs in Viersen-Süchteln mit einem Investor an. Erst im Juni 2016 war die Viersen Paperboard GmbH als Teil der Abelan Gruppe von der Aurelius Equity Opportunities übernommen und in deren Papier verarbeitende Sparte „solidus solutions“ integriert worden. solidus solutions hat ihre Beteiligung bereits wenige Monate später bis auf eine Minderheitenbeteiligung von zehn Prozent an den Geschäftsführer Dr. F. Trautwein weiterverkauft. Nun sah sich Dr. Trautwein gezwungen, wegen Wegfalls des größten Kunden den Insolvenzantrag zu stellen. Von Claudia Ohmer
(StadtSpiegel)