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Infotafeln für den Friedhof

Viersen. Ein Friedhof ist auch immer ein Stück weit lokale Heimatgeschichte. Doch wie schafft man es, einen Ort, an dem getrauert wird, auch gleichzeitig informativ zu gestalten? Dem Förderverein „Alter evangelischer Friedhof“ ist genau das mit Infotafeln gelungen. Von Daniel Uebber

Der Förderverein „Alter evangelischer Friedhof“ hat sich zur Aufgabe gemacht, die Wiedererrichtung des Alten evangelischen Friedhofs und speziell die Restaurierung der Grabsteine und Gräber zu fördern. Der unter Denkmalschutz stehende Friedhof ist Bestandteil des städtischen Grüngürtels, der durch Öffnung des Friedhofs zum sogenannten Staudengarten hin in der Südstadt ein durchgehender und zusammenhängender Park bildet.

Durch eine Zuwendung für bewohnergetragene Aktivitäten aus dem Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ für die Viersener Südstadt war es dem Förderverein möglich, eine Informationstafel erstellen zu lassen, die Besucher auf die Denkmalwürdigkeit und den besonderen historischen und kulturhistorischen Charakter des Friedhofs hinweisen soll.

Die Geschichte des Friedhofs und der dort bestatteten Gemeindemitglieder stehen dabei im Mittelpunkt. Im Namen des Fördervereins übergab Horst Tamm die Tafel an Beatrice Kamper, Technische Beigeordnete der Stadt Viersen. Mitglieder des Fördervereins und Vertreter des Südstadtbüros waren ebenso zu der Präsentation gekommen wie Richard Caelers, der die Bilder für die Tafel beisteuerte, und Texte-Autorin Christina Nießen.

Pfarrer Hans Bretschneider von der evangelischen Kirchengemeinde dankte allen Beteiligten an der Sanierung des Alten Evangelischen Friedhofs und sagte, er hoffe auf einen Abschluss der Arbeiten spätestens zum Reformationsjubiläum 2017. Denkmalpflegerin Ellen Westerhoff erläuterte die Entstehungsgeschichte der Tafel, die von Elke Büttner gestaltet wurde.

(StadtSpiegel)