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Industriedenkmal wird aufpoliert

Industriedenkmal wird aufpoliert
Eine Einfassung der Alten Fabrik mit intensiver Begrünung ist geplant. Das Areal ist in drei Planbereiche aufgeteilt (unten). FOTO: P& Z
Viersen (co). Die alte Papierfabrik von 1871 an der Krefelder Straße hat Geschichte zu erzählen. Nun wird das leer stehende Industriedenkmal von Prangenberg & Zaum Immobilien wieder zum Leben erweckt. Von Claudia Ohmer

Im Frühjahr 2015 hat Smurfit Kappa den Standort der alten Papierfabrik an der Krefelder Straße verlassen. Seitdem liegt das Gebäudeensemble aus den unterschiedlichsten Epochen im Dornröschenschlaf. Die Firma Prangenberg & Zaum Immobilien hat das rund 26.000 Quadratmeter große Gelände gekauft und möchte es revitalisieren, unter der neu geschaffenen Marke „Alte Papierfabrik Viersen“.

In der Planungsphase hat Julia Zaum, Geschäftsführerin der P& Z Immobilien die Visionen und das „reizvolle Projekt“ vorgestellt: „Wir möchten so viele baugeschichtlich interessante Details wie möglich erhalten, so z.B. die prägenden Türme und Fassade, und mit modernen Elementen und Ausdrucksformen ergänzen.“ Für eine durchgängige Materialiät sollen Ziegel, Betonelemente, Kortenstahl und viel Licht und Grün sorgen. Vorstellen könne man sich weitere Gewerbenutzung, die relativ zeitnah realisierbar wäre, aber auch Mischnutzung wie Dienstleister und Gastronomie, Kreativunternehmen, aber auch Wohnen. „Mit potenziellen Mietern sind wir bereits im Gespräch.“

Dazu hat P& Z das große Areal in drei Planbereiche aufgeteilt. Planbereich 1 entlang des Elkanwegs soll als Gewerbefläche erhalten bleiben, die Gebäude sollen lärmreduziert angeordnet werden, eine Anfahrt sei über den Elkanweg möglich. Entlang der Krefelder Straße liegt der zweite Planbereich, der von der reinen Gewerbefläche in eine Mischfläche umgewandelt werden könne. „Einen Nachtbetrieb wird es im Mischgebiet nicht geben“, sagt Julia Zaum. Momentan noch Brachfläche und hinter der alten Papierfabrik liegend ist der dritte Planbereich, der an der Bebauung der Straße Robend angrenzt. „Hier kann auch Wohnraum entstehen, erschlossen wird das Gebiet über die Krefelder Straße“, ergänzt Zaum.

Neue Arbeitsplätze, eine verbesserte Situation für die Nachbarschaft und die Erhaltung eines Industriedenkmals seien positive Effekte. Außerdem sei man auch an der Entwicklung eines repräsentativen Entrees für die Stadt interessiert. „Wir stellen uns eine Fabrik im grünen Rahmen vor, dafür haben wir einen Grünplaner beauftragt“, erklärt Julia Zaum, die selbst Büroflächen mit P& Z Immobilien in der neuen „Alte Papierfabrik Viersen“ beziehen wird.

(Report Anzeigenblatt)