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In Viersen bewegt sich was

In Viersen bewegt sich was
In der Viersener Sportlandschaft muss sich etwas tun, um demographischem Wandel und geänderten Ansprüchen gerecht zu werden. Ein jetzt vorgestellter Sportentwicklungsplan ist ein erster Schritt in diese Richtung. FOTO: pixabay
Viersen. Die Stadt Viersen und ihre Bürger sollen in Bewegung kommen. Dazu erarbeitete das Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung (IKPS) in den vergangenen Monaten in Zusammenarbeit mit Verwaltung und Bürgerschaft einen Rahmenplan „Bewegtes Viersen“. Von Yvonne Simeonidis

„Mit möglichst vielen Menschen sprechen und Groß denken – das waren die beiden Prämissen unter denen wir an die Aufgabe Sportentwicklung gegangen sind“, erklärt Dr. Paul Schrömbges, Erster Beigeordneter und Sportdezernent (a.D.). In insgesamt sechs Workshops nutzten Viersens Bürger die Gelegenheit, die Analysen des Stuttgarter IKPS mit ihren eigenen Ideen und Vorschlägen zu bereichern.

„Über 200 Vertreter von Vereinen, Schulen, Kitas, aus der Jugendarbeit und sogar vom Verein für Hundesport waren dabei, um an der sportlichen Zukunft mitzufeilen“, zeigt sich Dr. Stefan Eckl, IKPS, beeindruckt.

Unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus den Workshops und eigener umfangreicher Analysen der Situation in Viersen hat IKPS nun den Rahmenplan entwickelt, der am vergangenen Montag im Sportausschuss vorgestellt wurde.

63 Einzelempfehlungen haben Eckl und sein Team für Viersen erarbeitet. Darunter Entwicklungsschwerpunkte wie das Areal Konrad-Adenauer-Ring/Sportplatz an der Löh. Hier, wie auch etwa in Dülken an der Brandenburger Straße, bedürfe es eines umfangreichen Konzepts, bei dem Schulen, Sportvereine aber auch Anwohner und Familien miteinbezogen werden müssen, um die Anlagen zukunftsfähig zu machen.

Netzwerke sind ohnehin das Zauberwort. Noch sei es in Viersen so, dass man sich untereinander kaum kenne. Um zu überleben, müssten die Vereine jedoch mehr zusammenarbeiten, an mancher Stelle vielleicht sogar über Fusionen nachdenken. Lediglich 18 Prozent der Viersener seien noch in Sportvereinen organisiert – noch weniger davon aktiv. „Hier braucht es einen ’Kümmerer’“, betont Eckl, „der die Organisation in die Hand nimmt.“ Dazu müsse auch die Verwaltung umdenken und beispielsweise ein Sportreferat einrichten, das die Anstrengungen in den Vereinen koordiniert.

Geht es bei manchen Vorschlägen um Dinge, die sich recht unkompliziert und schnell realisieren ließen – etwa ein „Winterspielplatz“ für Familien – brauchen andere Empfehlungen wesentlich mehr Zeit – und Geld.

Aus den Empfehlungen von Dr. Stefan Eckl wird die Verwaltung nun einen konkreten Handlungsplan entwickeln, der, so hoffen Schrömbges und seine Mitstreiter, in den Haushaltsverhandlungen in einem Jahr in konkrete Maßnahmen münden kann.

(Report Anzeigenblatt)