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In der Königsburg wird alles neu

In der Königsburg wird alles neu
Eine Besonderheit im Inneren der Könisgburg ist das Rabitzgewölbe. Es soll möglichst bald restauriert werden.
Süchteln. Gute Nachrichten für den Verein Königsburg 2.0: Aus dem Topf des Denkmalschutzsonderprogramms des Bundes fließen 300 000 Euro für den weiteren denkmalgerechten Umbau des markanten Gebäudekomplexes im Herzen von Süchteln. Schon im Herbst sollen die Bauarbeiten starten. Von Sandra Geller

„Unser Antrag auf Bundesmittel für Kultur und Medien war erfolgreich, und die Fördermittel-Summe wurde im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags bewilligt“, freut sich Cornelia Breidenbach vom Verein Könisgburg 2.0 und bedankt sich bei den beiden Bundestagsabgeordneten Udo Schiefner und Uwe Schummer für ihr Engagement. Letzterer hatte sich persönlich bei der Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, stark gemacht, das Projekt zu unterstützen. „Unser Ziel ist, dass die Königsburg wieder ein Treffpunkt für Musik, Lesungen, Tanz und Kino wird“, betont Schummer.

Als ersten Schritt wird das Gebäude an der Hochstraße 13 zunächst komplett eingerüstet. „Die gesamte Außenhülle des Gebäudes wird in Angriff genommen - gut sichtbar für die Süchtelner Bürgerinnen und Bürger“, erläutert Architekt Martin Breidenbach, der sich in enger Abstimmung mit den Denkmalbehörden um die Restaurierung kümmert. Die „Außenhülle“ betrifft in erster Linie den Jugendstilgiebel zum Innenhof, die Backsteinfassade, Dachstuhl, Fenster und Türen.

Eine absolute Besonderheit im Inneren der Königsburg ist das Rabitzgewölbe, das heute nur noch am Bühnenportal zu erahnen ist. Es soll möglichst bald rekonstruiert werden, auch als wichtiger Bestandteil für die Raumakustik. „Diese Deckenform gibt es nur noch in sehr wenigen Gebäuden, etwa im Stadtbad in Viersen“, weiß Martin Breidenbach.

Die Mittel des Bundes sind in den Jahren 2016/2017 einzusetzen - ausschließlich für die denkmalpflegerische Instandsetzung der Königsburg. Aber: „Ohne die enorme Eigenleistung unserer Vereinsmitglieder wäre es gar nicht möglich, so ein Projekt zu stemmen“, betont Breidenbach.

(StadtSpiegel)