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Im Wohnzimmer des 19. Jahrhunderts

Im Wohnzimmer des 19. Jahrhunderts
Dr. Albert Pauly (Vorsitzender des Vereins für Heimatpflege Viersen), Marlies Brüse, (2. Vorsitzende), Doris Schaffrath (Cinema Villa Marx), und Fritz Meies (Sparkassenstiftung) (v.l.) zogen eine positive Bilanz nach einem Jahr „Villa Marx“. FOTO: Uebber
Viersen. Die Bilanz nach einem Jahr „Villa Marx“ offenbart eine echte Erfolgsgeschichte. Der Verein für Heimatpflege Viersen ist zufrieden mit den Besucherzahlen - und hat bereits neue Projekte gestartet. Von Daniel Uebber

Ein wackliges Beistelltischlein, eine kleine, nicht gerade sehr bequem aussehende Couch und ein rustikaler Eck-Einbauschrank - viel mehr „beinhaltete“ ein Wohnzimmer im 19. Jahrhundert nicht. Und auch an den Wänden hingen weiß Gott noch keine Flachbild-Fernseher, sondern vielmehr gemalte Bilder oder eben Fotos. Und in vielen Viersener, Süchtelner oder Dülkener Wohnzimmern stammen diese Fotos von dem Fotografen Albert Breuer, der von 1870 bis 1901 sein Atelier in Dülken führte. Seine Gründerzeit-Fotografien sind aktuell Ausstellungsgegenstand in der Viersener Villa Marx an der Gerberstraße.

Schon über 3.000 Besucher

Die Ausstellung der Gründerzeit-Fotos ist nicht die erste, die die Besucher der Villa Marx mit auf eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit nimmt. Schon die Eröffnungs-Ausstellung der Villa Marx „Der Niederrhein - Schauplatz europäischer Geschichte“ zeigte, welch spannende historischen Ereignisse es in und rund um Viersen zu entdecken gilt.

Jetzt, etwas mehr als ein Jahr nach der offiziellen Eröffnung der Villa Marx als eine neue Stätte in der Viersener Kulturlandschaft, ist es für Dr. Albert Pauly, Vorsitzender des Vereins für Heimatpflege Viersen, an der Zeit, Bilanz zu ziehen: „Wir können stolz behaupten, dass unser Konzept voll aufgegangen ist. In unserer ersten Ausstellung zählten wir 2.242 Besucher. Und in der laufenden Ausstellung sind wir auch nach drei Monaten schon weit jenseits der 1.000.“

Besonders erfreulich sei der Besuch vieler Schulklassen. „Früher hatten wir in der Schule noch das Pflichtfach ’Heimatkunde’. Heute wissen viele Kinder leider gar nichts mehr über ihre Heimat. Daher ist Konzept der Villa Marx auch so nachhaltig, und deshalb haben wir mit der Sparkassenstiftung auch nicht gezögert, es zu unterstützen“, sagt Fritz Meies in seiner Funktion als Mitglied der Sparkassenstiftung. So gibt es im Viersener Salon spezielle interaktive Führungen für Schulklassen egal welcher Jahrgangsstufe. Und die Lehrer können in eigenen Fachkonferenzen das Gesehene vertiefen und im Unterricht aufarbeiten.

(Report Anzeigenblatt)