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Helfen mit den drei „B’s“

Viersen. Seit gut einem halben Jahr betreibt der Verein „Initiative gegen Arbeitslosigkeit der Region Kempen-Viersen“ das Arbeitslosenzentrum an der Großen Bruchstraße 26. Doch welche Leistungen werden hier überhaupt angeboten? Und für wen? Von der Redaktion

Seit inzwischen schon über 30 Jahren arbeitet im Kreis Viersen ein kleiner Verein eng mit der KAB zusammen – die Initiative gegen Arbeitslosigkeit der Region Kempen-Viersen. Träger des Vereins ist die katholische Kirche im Bistum Aachen.

Lange hat der Verein sich allein über Kirchensteuermittel finanziert und in seinem Büro in Viersen am Hildegardisweg 3 ein Beratungsangebot für arbeitslose und einkommensschwache Bürger vorgehalten, vielen Rat suchenden Menschen als Hartz-4-Beratung bekannt. Seit jetzt einem Jahr ist der Verein vom Land NRW als Erwerbslosenberatungsstelle anerkannt und erhält Mittel aus dem ESF Europäischer Sozialfonds. Außerdem gibt es seit einigen Jahren eine Förderung aus Mitteln der im Kreis Viersen arbeitetenden Diergardt-Stiftung, die von der IHK verwaltet wird.

Anfang Juni hat die Initiative in der Viersener Südstadt ein Arbeitslosenzentrum als Begegnungsstätte und Beratungszentrum eröffnet. Seit gut einem halben Jahr wird hier kompetente, vertrauliche, kostenlose und professionelle Unterstützung in allen Fragen rund um die Arbeitslosigkeit angeboten. Es werden Antworten für die oft schwierigen Fragen gegeben, die sich aus der Arbeitslosigkeit oder der Arbeitsplatzsicherung und den damit verbundenen existenziellen Problemen ergeben.

Die allgemeine Sozialberatung dient der Aktivierung und Stabilisierung Arbeitsloser, insbesondere Langzeitarbeitsloser und von Langzeitarbeitslosigkeit Bedrohter. Beraten wird zu allen Fragen, die originär Arbeitslosigkeit und Langzeitarbeitslosigkeit betreffen. Weiterhin vermittelt die Beratungsstelle Kontakte zu Trägern sozialer Arbeit.

Das Arbeitslosenzentrum steht für drei große „Bs“: Beratung, Begegnung und Bildung.

Jeder kann die Angebote des ALZ kostenlos in Anspruch nehmen. Angeboten werden sollen zum Beispiel Computer- und Internetnutzung, Unterstützung bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen, Frühstücksrunde und gemeinsames Kochen, Gesprächskreise oder auch nur Unterhaltung mit anderen Besuchern. Und es gibt die Möglichkeit, ehrenamtlich mitzuarbeiten in der Begegnungsstätte oder im Begleiterkreis. Berater sind die Sozialarbeiter Jo Greyn und Dominik Schmitt.

(StadtSpiegel)