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Geburt auf der A 61

Geburt auf der A  61
Unser Bild zeigt von links: Oberärztin Dr. Sabine Zöllner vom AKH Viersen, Vater Johannes Peters und Mutter Sonja Peters freuen sich über die Geburt des kleinen Mateo. Im Hintergrund die Helfer in der Not: die Rettungsassistenten Frank Scott (l.) und Frank Hajdar. FOTO: Alois Müller
Viersen. 2 770 Gramm Gewicht, 51 Zentimeter Körperlänge, 32 Zentimeter Kopfumfang – die Körpermaße des kleinen Mateo lassen auf ein völlig normales Baby schließen. Zu etwas ganz Besonderem wird die Geburt durch den Zusatz A61. Von der Redaktion

Es war gegen 16 Uhr, als Mutter Sonja Peters die ersten Wehen spürte. „Genug Zeit“, dachte sich die 33-Jährige und entschied sich, nach einer Weile mit ihrem Vater ins AKH Viersen zu fahren. Ihr Mann war noch auf der Arbeit. Doch der gewählte Weg erwies sich als Sackgasse. Auf der A61, zwischen Nettetal und Süchteln, standen die Fahrzeuge. Grund war der Unfall eines LKW, bei dem am beschädigten Tank Diesel austrat. Die Feuerwehr beseitigte den Treibstoff und streute die Fahrbahn. Ein reguläres Durchkommen war für die Autofahrer nicht möglich. Mutter Sonja und ihr Vater entschieden sich für die Fahrt auf dem Standstreifen. Beim Einsatzfahrzeug angekommen sprang er aus dem Wagen und holte die Feuerwehrleute Frank Scott und Frank Hajda zu Hilfe. Sie sind auch ausgebildete Notfall- und Rettungssanitäter. Dann ging alles ganz schnell. Um 17.23 Uhr kam Mateo auf der Rückbank des Pkw zur Welt. Wenig später brachte der angeforderte Rettungswagen die erschöpfte Mutter ins AKH Viersen, wo bereits ihr Mann Johannes auf sie wartete.

(StadtSpiegel)