| 08.41 Uhr

Faszination „Alte Gemäuer“

Faszination „Alte Gemäuer“
„Bruchstücke“, fotografiert von Beatrix Wolters.
Süchteln. Zerbrochene Fensterscheiben, Tapete, die abblättert und ein modriger Geruch. Die Spannung ist zum Greifen nah. Leer stehende Gebäude lösen eine besondere Faszination aus. In diesen „Lost Places“ der Rheinischen Landesklinik in Süchteln fand das Film- und Foto-Projekt „Echos“ statt. Von Claudia Ohmer

Auf dem großen Klinikgelände der LVR-Klinik Viersen in Süchteln findet man einige historische Gebäude, die längst nicht mehr genutzt werden und dem Verfall preis gegeben sind. Der Zugang ist normalerweise nicht gestattet, doch ausnahmsweise fand über die Wintermonate eine künstlerische Expedition durch diese Gebäude statt. Das Projekt „Echos“ wurde von der Kulturküche Mönchengladbach initiiert. Auch Beatrix Wolters, die in der LVR-Klinik arbeitet, hat an dem Projekt teilgenommen. „Die Verbindung von Geschichte und Fotografie ist das Anziehende daran“, erklärt die begeisterte Hobbyfotografin. Gemeinsam mit einem weiteren Fotografen und einigen Filmemachern unter der Leitung von Künstler Kai Hoyme nahm sie die Vergänglichkeit in den verlassenen Gebäuden in den Fokus. Eine Menge an Film- und Fotomaterial wurde gesammelt.

Die Ergebnisse gibt es am Donnerstag, 8. Juni, 19 Uhr, im Festsaal der LVR-Klinik für Orthopädie Viersen, Horionstraße 2, zu bestaunen. Der Eintritt ist frei.

Vorgetragen werden künstlerische Kurzfilme, die zu einem Gesamtwerk gebündelt worden sind. Außergewöhnlich und spannend – so lässt sich das Resultat, das sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln und Herangehensweisen zusammensetzt, am besten beschreiben. „Man musste sich während des Fotografierens immer wieder fragen, was diese alten Wände zu erzählen haben“, sagt Beatrix Wolters, deren beeindruckende Fotos auch bei der Fotoausstellung, die bei der Veranstaltung der LVR-Klinik Viersen präsentiert wird, zu sehen sind. Fasziniert wird man dabei feststellen, welche neuen Blicke alte Gemäuer zulassen können und welchen Reiz solche „Lost Places“ haben können.

(Report Anzeigenblatt)