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Eine Ära geht zu Ende

Eine Ära geht zu Ende
Manfred Thevissen, Jörg Mathew, Pfarrer Rainer Thoma, Pfarrer Mischa Czarnecki, Wolfgang Kowalewski und Otfried Schaffelke (v.l.) verabschiedeten Bärbel Kowalewski. FOTO: stb
Dülken. Bärbel Kowalewski war 27 Jahre lang in der Leitung des Dülkener Haus Bodelschwingh tätig. Nun endete diese Zeit. Von Susanne Thewißen-Beckers

Viele Träume sind wahr geworden in den letzten 27 Jahren, in denen Bärbel Kowalewski als Heimleiterin und Geschäftsführerin des Hauses Bodelschwingh die Geschicke der Einrichtung entscheidend mit beeinflusste und prägte. Am letzten Märztag ging dort so etwas wie eine Ära zu Ende. In einer Feierstunde wurde Bärbel Kowalewski in den Ruhestand verabschiedet.

Bereits in den Tagen zuvor hatte sie sich von ihren Bewohnern und Mitarbeitern verabschiedet und das sicherlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Eine Führungskraft, die schnell das Vertrauen und den Respekt aller gewann und respektiert wurde. Die immer ein offenes Ohr hatte für die Wünsche und Sorgen ihrer Mitarbeiter, und der die besondere Würde gegenüber den Bewohnern eine Herzensangelegenheit war“, so skizzierte das Mitglied der Geschäftsführung Otfried Schaffelke in seiner Festrede die frischgebackene Ruheständlerin.

Dabei würdigte er besonders die Selbstverständlichkeit, mit der Bärbel Kowalewski in Spitzenzeiten auch schon mal selber zum „Kittel griff“ um im Speisesaal, auf den Stationen oder in der Waschküche mit anzupacken. Nicht zuletzt waren die Jahre ihrer Tätigkeit geprägt von umfangreichen Umbau- und Verschönerungsmaßnahmen und einer Vergrößerung der Einrichtung insgesamt.

Seit 1988 sind die Heimplätze auf aktuell 139 Stück angewachsen und fast 100 Angestellte sorgen an der Tilburger Straße für einen reibungslosen Tagesablauf.

2003 ging für die gelernte Krankenschwester gleich gegenüber vom Altenheim ein Wunschtraum in Erfüllung: Das Hospiz Haus Franz wurde gegründet. Auch dort führte sie von Anfang an den Vorsitz des Vorstandes und das wird sie auch weiterhin tun, denn die Rentnerin mag sich nicht wirklich „zur Ruhe setzen“.

Für die Zukunft hat die Mutter zweier erwachsener Kinder noch viel geplant. Neben ihrer Tätigkeit im Haus Franz wird sie auch weiterhin Mitglied des Vorstandes des Hauses Bodelschwingh bleiben und sich verstärkt bei Robin Hood in Dülken einbringen.

(Report Anzeigenblatt)