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Ehrenamt begegnet Flüchtlingen

Ehrenamt begegnet Flüchtlingen
Jugendliche Flüchtlinge mit Mitgliedern des Vereins Königsburg sowie Stephanie Schoenen, Quartiersmanagerin in der Viersener Südstadt (2.v.l.). FOTO: C. Samuel
Süchteln. Das Südstadtbüro hat für jugendliche Flüchtlinge eine ganz besondere Maßnahme organisiert, die sehr erfolgreich angelaufen ist – die zehn Jugendlichen, die alle weiterführende Schulen der Stadt besuchen, können sich in Betrieben und Vereinen umschauen und informieren. Von Christiane Samuel

„Auf diese Weise werden die Jugendlichen an die Möglichkeiten ehrenamtlichen Engagements genauso herangeführt, wie sie sich beruflich orientieren, Kontakte knüpfen und so integrieren können“, erklärt Stephanie Schoenen, Quartiersmanagerin in der Viersener Südstadt.

Und diese Idee kommt so gut an, dass eine Fortsetzung schon jetzt für die Osterferien im Gespräch ist. Die jugendlichen Flüchtlinge haben in den ersten Herbstferientagen schon Sportvereine, die Feuerwehr, das Seniorenzentrum Haus Greefsgarten, die Freiwilligenzentrale und den Kinderschutzbund besucht. An einem Tag waren sie bei einem Bäcker und haben dort gebacken.

„Heute nun sind wir hier in der Königsburg Süchteln und lassen uns von Cornelia Breidenbach und den Mitgliedern des Vereins zeigen, was hier bereits umgesetzt wurde und was noch geplant ist“, betont Stephanie Schoenen.

Die Jugendlichen zeigen sich interessiert und begeistert. „Für mich ist es hier richtig toll, weil ich Architektur studieren möchte – ich kann mir gut vorstellen, hier ehrenamtlich mitzuarbeiten, ich habe auch schon im letzten Jahr ein Praktikum im Südstadtbüro gemacht“, sagt Sarah Aldraei (17 Jahre), die aus Syrien stammt und seit zwei Jahren in Deutschland lebt. Es sei gerade bei diesem Ferienprojekt spürbar, wie gut das Stadtteilbüro vernetzt sei, freut sich Stephanie Schoenen. Sie wünscht sich für die Fortsetzung des Projekts in den Osterferien nun zusätzlich auch deutsche Jugendliche, die interessiert daran sind, sich vielseitig zu informieren.

„Und natürlich würde ich mich auch sehr über weitere Betriebe und Vereine freuen, die daran interessiert sind, ihre Pforten für die Jugendlichen zu öffnen und ihre Angebote zu zeigen“, sagt Stephanie Schoenen.

(StadtSpiegel)