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E-Auto für den Klimaschutz

E-Auto für den Klimaschutz
Der Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Viersen stellte das neue Nachbarschaftsauto für die Klimaschutzsiedlung vor (v.l.): Günter Neumann, Georg Maria Balsen und Heinz Fels.
Viersen (co/red). Die erste Viersener Klimaschutzsiedlung an der Oststraße ist fertig gestellt. Bis auf einige wenige sind die 48 Wohnungen bereits bezogen. Die Wohnungsgenossenschaft Viersen zieht positive Bilanz für das Jahr 2017. Von Claudia Ohmer

Einen Jahresüberschuss von rund 500.000 Euro konnte der Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Viersen seinen Mitgliedern bei der Generalversammlung präsentieren. Eine Dividende von vier Prozent (insgesamt 29.200 Euro) konnte die Genossenschaft an ihre fast 1.000 Mitglieder ausschütten. „Insgesamt 1,03 Millionen Euro wurden investiert in Instandhaltung und Modernisierung. Damit halten wir unseren Wohnungsbestand attraktiv“, sagt das hauptamtliche Vorstandsmitglied Heinz Fels. 568 Wohnungen besitzt die Genossenschaft, mehr als Fünftel davon wurde nach 1990 errichtet. Um 9,25 Prozent habe sich der Wohnungsbestand der Wohngenossenschaft vergrößert. „Unsere Wohnungen sind sehr gefragt, wir haben so gut wie keinen Leerstand“, erklärt Fels weiter.

Die Genossenschaft hat das Programm in diesem Jahr mit weiteren Häusern an der Düppelstraße fortgesetzt und investiert erneut 1,2 Millionen Euro. In dieser Zahl nicht enthalten ist die Klimaschutzsiedlung. „Mit Baukosten von insgesamt rund 10,5 Millionen Euro bleiben wir im kalkulierten Rahmen“, berichtet Vorstandsmitglied Günter Neumann. Das 3.200 Quadratmeter und drei Mehrfamilienhäuser umfassende Projekt, offiziell vom Land NRW als eine von 100 Klimaschutzsiedlungen anerkannt, kann in vielen Bereichen punkten. „Mit dem Objekt sparen wir rund 60 Tonnen CO

“, weiß Günter Neumann. „Die gesamte Energie ist eigenproduziert: Erdwärme, Photovoltaik und Solarthermie.“ Die innovative Technik, moderner Passivhausstandard, Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung sowie Speichersystemen schone die natürlichen Ressourcen und halte die Energiekosten niedrig.

„Die Warmmiete beträgt 9,30 Euro pro Quadratmeter, darin sind Heizung und Warmwasser schon enthalten“, berichtet Vorstandsmitglied Georg Maria Balsen. Auch viel Komfort, Barrierefreiheit, hervorragende Wohn- sowie Lebensbedingungen werden den Mietern, vom Ruheständler bis zur Familie, geboten. Der Rundumservice umfasst Hausmeister, Gärtner und auch Treppenhausreinigung, ein gemeinsamer Innenhof mit Boulebahn soll die Gemeinschaft stärken. „Das ganze soll Siedlungscharakter haben“, sagt Fels. Er könne sich auch Leseabende im Gemeinschaftsraum vorstellen.

Einen Akzent legt die Wohnungsgenossenschaft in der Klimaschutzsiedlung auf die E-Mobilität. Die Mieter verfügen nicht nur über Abstellplätze und Aufladestationen für E-Fahrräder. Darüber hinaus wurde ein elektrisch angetriebenes „Nachbarschaftsauto“ angeschafft. Der Nissan-Leaf kann im Car-Sharing-Verfahren stunden-, tage- oder wochenweise gemietet werden. Fels: „Wir stellen das E-Auto nicht nur den Mietern der Klimaschutzsiedlung, sondern auch den Nachbarn zur Verfügung“. Das Nachbarschaftsauto kann über ein elektronisches Buchungsportal online reserviert werden. Infos gibt es bei der Wohnungsgenossenschaft Viersen unter 02162/ 939970.

Durch den Neubau der Klimaschutzsiedlung ist die Bilanzsumme 2017 von rund 16 auf 22,4 Millionen Euro gestiegen. Ab 2019 wird das nächste Baupro

jekt mit 21 Wohnungen an der Wörthstraße im Rahser in Angriff genommen.

(Report Anzeigenblatt)