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Der Countdown läuft

Der Countdown läuft
Organisator Markus Heines mit einem „Süchteln brennt“-Plakat. FOTO: Zerres
Das Josefshaus ist reserviert, die vier Bands sind gebucht, es sind nur noch wenige Tage, bis zum nächsten Musikfestival „Süchteln brennt“. Von der Redaktion

Mitarbeiterin Birgit Zerres hat den Chef im Ring, Markus Heines, der noch die Ruhe selbst ist, besucht.

Redaktion: Markus, wann geht es los mit dem Aufbau im Josefshaus?

„Montag vor dem Konzert fange ich an. Die Bühne wird vergrößert, der Aufbau Licht beginnt. Mittwoch kommt die komplette Bespannung der Wände mit Molton und die Deko. Freitag ist der Tag für die Einrichtung von Ton und Video. Samstag kommen die Getränke und der Aufbau backstage, mittags die Bands zum Soundcheck. Ja, und um 19 Uhr ist Einlass, dann müssen wir fertig sein.“

Wie groß ist das Team, das dich unterstützt?

„Wir sind zusammen rund 20 bis 25 Leute – alles Freunde und Familie.“

Wieso kommen die Bands so gerne nach Süchteln?

„Sie bekommen nicht nur das beste Publikum, den besten Ton und das beste Licht, sie werden natürlich von uns auch wie echte VIPs behandelt. Je nachdem, woher die Bands kommen, können sie in Süchteln übernachten. Camping Hamanns oder das ASV-Heim werden von mir dafür gerne gebucht. Und hinfahren müssen sie auch nicht selbst, ich spiele gern den Chauffeur.“

Woher nimmst du die Ideen für die Bands?

„Ich habe eine Liste im Kopf mit Bands, die ich gerne für Süchteln brennt buchen würde. Ich fahre auch zu ihren Konzerten und höre sie mir an. Ich buche auch Bands, die ich bei Eier mit Speck gesehen habe.“

21 Jahre Süchteln brennt, da gibt es doch bestimmt die eine oder andere Geschichte zu erzählen, oder?

„Vergangenes Jahr ist eine Band sonntags beim Abbau noch mal zum ’Tschüss sagen’ ins Josefshaus gekommen. Das passiert auch nicht immer. Oder es gab den Hardcore-Fan, der extra aus Köln anreiste, um seine Lieblingsband zu sehen. Der wird selbstverständlich nicht nach Hause geschickt. Für diese Fälle habe ich immer noch ein oder zwei Karten in der Hinterhand.“

Und gab es schon einmal ein Problem wegen Bandabsage?

„Vor langer Zeit hatten wir mal eine Bandabsage kurz vor Weihnachten. Das waren noch die Zeiten ohne Internet; das heißt, die Kommunikation war damals noch etwas mühsamer. Wir haben es mit vereinten Kräften tatsächlich noch hinbekommen, eine Ersatzband aufzutreiben. Leider waren aber die Plakate schon verteilt, so dass wir alle Standorte abfahren mussten, um sie zu ändern.“

Du beschäftigst dich in deiner Freizeit mit sehr vielen Veranstaltungen. Süchteln brennt ist nicht deine einzige „Baustelle“?

„Das stimmt. Ich bin engagiert bei ’Luft und Pumpe’, bei ’Eier mit Speck’ und beim ’Young Talents Band Contest’. Von den unzähligen Kontakten, die sich dadurch im Laufe der Jahre entwickelt haben, profitieren wir alle. Das sind die Synergie-Effekte.“

(StadtSpiegel)