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Das ist Kunst, das kann nicht weg

Das ist Kunst, das kann nicht weg
Auf dem Schild steht in aramäischer Sprache und Schrift (wird in Syrien gesprochen): „Utopia“. FOTO: Uebber
Viersen (due). Schilder mit unbekannten Schriftzeichen sorgten in den vergangenen beiden Wochen in Viersen nicht nur für Verwirrung und Aufregung, sondern sogar für polizeiliche Ermittlungen. Von Daniel Uebber

Was verbirgt sich hinter den kleinen gelben Schildern, die zum Beispiel am Rathausmarkt, oder, wie hier auf dem Foto, am Sparkassenvorplatz, im Straßenverkehr befestigt sind? Diese Frage stellten sich nicht nur einige Stadt Spiegel-Leser, die sich in unserer Redaktion meldeten, sondern sogar die Polizei.

Für Aufklärung sorgt Jutta Pitzen, Leiterin der Städtischen Galerie im Park: „Das Schild ist Teil der Kunstaktion ’Stadtbesetzung’ und stammt von der Künstlerin Käthe Wenzel aus Berlin.“ Die Künstlerin nimmt ihren Ausgangspunkt bei der Tatsache, dass uns überall Schilder empfangen, drinnen und draußen, an jeder Straßenecke und auf jedem Büroflur. Sie geben Informationen und erteilen Anweisungen, regeln das Verhalten im öffentlichen Raum. „Käthe Wenzel fragt mit ihrer Schilder-Aktion: Könnten Schilder es ermöglichen, Orte der Verheißung oder der Möglichkeiten zu lokalisieren, Utopia, Atlantis, Parallelgesellschaften? Deshalb tragen die im Stadtraum angebrachten Schilder diese Aufschriften in verschiedenen Sprachen“, erklärt Jutta Pitzen. Auf allen gelben Schildern, also auch auf dem auf dem Foto, steht „Utopia“, in diesem Fall in aramäischer Sprache und Schrift.

(StadtSpiegel)