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Eröffnung des Gereonsplatzes
Das Herz des Rintgens pulsiert wieder

Eröffnung des Gereonsplatzes: Das Herz des Rintgens pulsiert wieder
Am Samstag, 9. Mai, wird der Gereonsplatz eröffnet. FOTO: Grasemann
Viersen. Die Stadt Viersen feiert gemeinsam mit den Gastronomen und Geschäftsinhabern der Südstadt und allen Bürgerinnen und Bürgern am Samstag, 9. Mai, die Einweihung des neuen Gereonsplatzes. Von der Redaktion

Seit Ende Oktober 2014 war an der Umgestaltung gearbeitet worden, die wie geplant rechtzeitig vor Beginn der Saison für die Außengastronomie und vor dem Südstadtsommer abgeschlossen werden konnte. Am Samstag, 9. Mai, wird das gefeiert. Um 14 Uhr startet das "Fest der Kneipen und Geschäfte". Um 17.30 Uhr erfolgt die offizielle Eröffnung durch Bürgermeister Günter Thönnessen und den Vorstandsvorsitzenden der Volksbank Viersen, Jürgen Cleven. Anschließend beginnt ein Bühnenprogramm, das vom Freigeist-Macher Ralf Weber zusammengestellt wurde und moderiert wird.

Bürgermeister Günter Thönnessen sagte bei einer Pressekonferenz im Café Becker am Gereonsplatz: "Selten wurde ein Projekt mit derart breiter Beteiligung der Öffentlichkeit geplant." Anwohner, Eigentümer, Einzelhändler, Gastronomen und viele interessierte Bürgerinnen und Bürger brachten über mehrere Jahre in zahlreichen Workshops und Infomationsveranstaltungen ihre Wünsche ein. Zwei Arbeitskreise in der Südstadt befassten sich intensiv mit dem Projekt. "Die Ideen waren zum Teil völlig gegensätzlich", sagte Thönnessen. An Themen wie Durchgangsverkehr und an den Bäumen schieden sich die Geister: "Letztlich haben wir dann aber doch die meisten Vorstellungen unter einen Hut bringen können."

Der frühere Neumarkt war in seiner wechselvollen Geschichte lange Zeit der Platz für den Wochenmarkt, hier fand die Viersener Kirmes statt und schließlich diente er als Busbahnhof. Die Freigabe des Josefsrings und die damit verbundene Verlagerung der Buslinien entlastete den Gereonsplatz und machte die jetzt verwirklichte Neugestaltung möglich.

Die Fahrbahn wurde von der Nord- auf die Südseite des Platzes verlegt. Die Zufahrt zum Platz aus Richtung Gereon- und Bleichstraße ist nur noch für Fahrräder erlaubt. Wer den Platz mit dem Auto ansteuert, muss den Weg über die Große Bruchstraße nehmen. Die Ausfahrt ist dagegen in beide Richtungen möglich, das soll insbesondere gewährleisten, dass größere Fahrzeuge von Zulieferern der ansässigen Betriebe nicht umständlich wenden müssen. Auf dem Platz wurden 20 Parkbuchten angelegt. Weitere neun Stellplätze an der Gereonstraße sorgen dafür, dass die Gesamtzahl der Parkplätze unverändert geblieben ist.

Die Verlegung der Fahrbahn führt dazu, dass an der sonnigeren Nordseite mehr Platz für Straßencafés und Außengastronomie gewonnen wurde. In diesem Bereich wurde der Untergrund entsprechend gestaltet, so dass Tische und Stühle sicher stehen. Auf Wunsch der Gastronomen wurden kurzfristig Bodenhülsen für Sonnenschirme eingebaut, so dass diese nun mit entsprechenden Schirmen für ein einheitliches Bild auf dem Platz sorgen können.

Das Band in der Mitte des Platzes besteht aus einer großzügigen, hellen Fläche mit wassergebundenem Untergrund. Solche Gestaltungen sind aus südlichen Ländern bekannt. Eingerahmt wird das Band von acht alten Platanen und neun neuen Linden. Die Freifläche bietet die Möglichkeit für vielfältige Freiluft-Aktivitäten. Auch die Veranstaltungen beispielsweise des Südstadtsommers finden hier ihren Platz.

Eine anspruchsvolle Möblierung sorgt dafür, dass Besucherinnen und Besucher den Aufenthalt auf dem Gereonsplatz genießen können. An sommerlichen Tagen kann sich hier mediterranes Flair entfalten. Ein kleiner Platz im Platz ist an der Zufahrt Rintgerstraße entstanden. Dort steht jetzt das historische Hagelkreuz. Es ist von der Einmündung der Straße "An der Josefskirche" wieder in die Mitte des Platzes gezogen und wird in den Abendstunden angestrahlt.