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Das Abenteuer Kenia ruft

Das Abenteuer Kenia ruft
Mirjam Heidemeyer, Krankenschwester des St. Irmgardis-Hospitals Süchteln, geht für ein Jahr zur Pflege nach Kenia. Clemens Roeling, Kommissarischer Pflegedirektor, freut sich aber jetzt schon auf ihre Rückkehr. FOTO: St. Irmgardis-Krankenhaus/ Ulli Dackweiler
Süchteln. Ein Jahr lang wird sie in Kenia als Krankenschwester im Einsatz sein: Mirjam Heidemeyer vom St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln. Im September geht es los. Von Sandra Geller

Der Afrika-Bazillus hat sie schon früh infiziert. Denn Mirjam Heidemeyer war bereits als Auszubildende zur Gesundheits- und Krankenpflegerin der St. Irmgardis-Krankenpflegeschule für einen Monat in Tansania. Damals half sie in Singida, Patienten mit Malaria, Typhus, Verbrennungen und anderen Verletzungen im dortigen Krankenhaus zu behandeln. „Auch wenn die Mittel einfach und bescheiden waren, alles funktionierte“, war ihr damaliger Eindruck.

Die Süchtelner Krankenpflegeschule unterhält seit vielen Jahren gute Beziehungen nach Afrika, regelmäßig hospitieren Schüler und Schülerinnen dort im Rahmen ihrer Ausbildung und sammeln Erfahrungen. Nun soll es für Mirjam Heidemeyer mit Hilfe des Freiwilligendienstes bei „American Field Service“ (AFS) nach Kenia gehen.

„Es war der große Wunsch von Mirjam Heidemeyer, sich in Afrika pflegend zu engagieren“, berichtet Clemens Roeling, Kommissarischer Pflegedirektor des St. Irmgardis-Krankenhauses. „Sie hat bei uns eine umfassende Ausbildung erhalten, wesentliche Techniken erlernt und ist an selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten gewöhnt. Damit ist sie auf ihren Afrika-Einsatz und die Herausforderungen dort gut vorbereitet.“

Ihre Schwester hat es Mirjam Heidemeyer vorgemacht – auch sie ist für ein Praxissemester nach Afrika gegangen. Nach Tansania, wo sie von Mirjam in deren Urlaub gerade besucht wurde. „Der Aufenthalt hat mich in meiner Entscheidung nur bestärkt. Ich werde viel lernen, aber auch viel helfen können“, so die 23-Jährige. „Die Menschen dort sind so freundlich, hilfsbereit und ohne den Luxus, den wir hier haben, glücklich.“

Alle erforderlichen Impfungen hat sie bereits hinter sich. Aktuell hat sie ersten Briefkontakt mit der Gastfamilie, bei der sie wohnen wird. Auch Kisuaheli, die Sprache, die in Kenia gesprochen wird, lernt sie eifrig. „Denn nur einige Menschen sprechen dort Englisch. Und ein wenig möchte ich mich doch verständlich machen.“

Einen Teil der Kosten ihres Aufenthaltes muss sie selbst finanzieren. „Natürlich würde ich mich über Unterstützung dazu freuen“, erzählt Mirjam Heidemeyer. „Sollte sich kein Sponsor finden, zahle ich es aber aus eigener Tasche.“ Wer ihr helfen will: mirjam-heidemeyer@gmx.de. Auch wenn noch manches aktuell nicht final geklärt ist, so steht eines fest: Am 4. September geht ihr Flug nach Nairobi. Und ihr Afrika-Abenteuer wird beginnen.

(Report Anzeigenblatt)