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Dülken: Der Weg wird nun frei

Dülken: Der Weg wird nun frei
Die Passage soll Dülkens neues Einkaufszentrum mit der historischen Altstadt verbinden.
Dülken. Am Samstag, 5. Dezember, wird in Dülken die neue Fußwegverbindung in die historische Altstadt eröffnet. Bürgermeisterin Sabine Anemüller wird den Weg um 10 Uhr freigeben - rund herum gibt es ein buntes Rahmenprogramm. Von der Redaktion

Rund fünf Monate dauerten die Bauarbeiten, jetzt ist der neue Fußweg am Westwall, der vom neuen Edeka-Markt in die historische Altstadt führt, fertig.

Der neue Weg schließt den Busbahnhof und den Edeka-Markt an die Fußgängerzone an. Die Verbindung wird barrierefrei sein, mit dem Fahrrad darf sie in Schrittgeschwindigkeit passiert werden. Bänke laden zum Verweilen ein. Die Gestaltung der Verbindung soll daran erinnern, dass in diesem Bereich früher ein Haus- und Hofgelände angesiedelt war. Das haben die Planer bereits bei der Auswahl der Bäume und des kleinteiligen Pflasters berücksichtigt.

Die Bäume, Felsenbirnen, stellen einen Bezug zu Obstbäumen her, die hier früher in den Gärten zur Selbstversorgung gestanden haben könnten. Der Pflasterbelag ist bewusst kleinformatig gewählt, um an historische Klinkerpflasterungen zu erinnern, die früher weit verbreitet waren. Ein weiterer Hinweis auf die historische Situation ist eine Gruppe von Kleintieren, deren Haltung an dieser Stelle durch Skelettfunde bei den archäologischen Voruntersuchungen nachgewiesen werden konnten.

„Eine Ziege, ein Hahn und ein Schwein aus wertigem Naturstein erinnern so an die damalige Nutztierhaltung. Gleichzeitig laden die Tiere die großen und kleinen Besucher zum Spiel auf der neuen Verbindung ein“, sagte Christian Ewers, Landschaftsarchitekt der Stadt Viersen.

Ungefähr in der Mitte der neuen Verbindung wurde bei den Arbeiten ein alter Brunnenschacht gefunden und in die Gestaltung der Verbindung eingebunden. Die entsprechenden heutigen Nachbildungen der Funde und historischen Erkenntnisse sollen so die Brücke in die Vergangenheit schlagen und an die frühere Nutzung des Bereiches erinnern. So ist es nur folgerichtig, dass die Verbindung künftig auch „Am Kesselsturm“ heißen wird und damit an die unmittelbar angrenzenden Befestigungsanlagen erinnert, die bei der Gestaltung der Verbindung und beim Bau des Edeka-Marktes eingebunden wurden.

(StadtSpiegel)