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Umgestaltung an der Josefskirche
Chance zur Neugestaltung

Umgestaltung an der Josefskirche: Chance zur Neugestaltung
Es wird über das Umfeld der Josefskirche diskutiert. FOTO: C. Ohmer
Viersen. Gut 60 interessierte Bürger waren zur Bürgerinformation ins Maximilian-Maria-Kolbe-Haus an der Josefstraße gekommen, um sich zu informieren, wie ein umgestaltetes Umfeld der Josefskirche aussehen könnte.


Bereits bei einer rege genutzten Fragebogenaktion im Frühjahr hatten die Menschen insbesondere aus dem Bereich zwischen Großer Bruchstraße und Josefsring beschrieben, was aus ihrer Sicht verbessert werden muss. Sie erwarten sich von einer Umgestaltung, dass das Umfeld der Kirche neu sortiert, klarer strukturiert und aufgehellt wird. Klar ist dabei, dass dies nur gemeinsam mit der Kirchengemeinde geschehen kann. Denn der größte Teil der Flächen, auf denen diese Verbesserungen stattfinden sollen, gehört der Kirche. Folgerichtig diskutierten Pfarrer Roland Klugmann für die Gemeinde St. Remigius und Technische Beigeordnete Beatrice Kamper für die Stadt über das Konzept, das die Mitglieder des Ingenieurteams der Stadt Viersen entwickelt haben und im MMK-Haus vorstellten. Bei der Entwicklung des Konzepts wurden viele Aspekte, die bei der Fragebogenaktion bereits genannt worden waren, berücksichtigt. In der Diskussion zeigte sich, dass die große Mehrheit der Menschen sich die Umgestaltung in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde wünscht und die vom Ingenieurteam eingeschlagene Richtung befürwortet.

Einige Details des vorgestellten Konzepts zur Umgestaltung des Umfelds der Josefkirche sollten allerdings noch einmal überdacht und geprüft werden, bevor der endgültige Entwurf in die politische Diskussion in den Ratsgremien geht. Der Zeitplan sieht vor, dass die Politik noch vor dem Jahresende entscheidet und die Förderanträge gestellt werden. Tatsächlich gebaut würde dann im Jahr 2018.
Bereits vorab mit dem BUND besprochen war die erneute Prüfung, ob drei Linden und eine Pappel erhalten werden können. Die Planer haben hier Sorge, dass die Bäume die Baumaßnahme selbst nicht gut überstehen und bald danach ersetzt werden müssten. Sie schlagen daher vor, von vornherein neue Bäume einzusetzen. Ein unabhängiger Gutachter soll hier eine Empfehlung aussprechen. Weitere mögliche Maßnahmen müssen ebenfalls noch geprüft werden.
Immer diskutiert wird die Zahl der Parkplätze. Einige Anwohner fordern mehr Abstellmöglichkeiten. Andere wiederum sprechen sich für die geordnete Unterbringung der Fahrzeuge aus, wollen aber nicht, dass diese den öffentlichen Raum dominieren. Ziel des aktuellen Konzepts ist es, beide Ansprüche unter einen Hut zu bringen.
Umstritten ist auch die Gestaltung des Platzes rund um die Kirche einschließlich der Rampe, die Rollstuhlfahrern den Zugang zu dem Gotteshaus erleichtern soll. Hier gab es Stimmen, die sich eine an den Baustil zur Zeit der Errichtung der Josefskirche angelehnte Lösung mit einer möglichst versteckten Rampe wünschten. Die Planer der Stadt dagegen setzen in Abstimmung mit der Kirchengemeinde auf eine Gestaltung, die deutlich werden lässt, dass das Umfeld im 21. Jahrhundert bearbeitet wurde.
Die Anregungen und Anmerkungen des Abends werden nun in die weiteren Arbeiten am Konzept einfließen. Das Ergebnis der Abstimmung von Stadt und Kirche wird dann den politischen Gremien vorgelegt, die über das weitere Vorgehen entscheiden.

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