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Bahn: Schlechtere Anbindung nach Düsseldorf?

Viersen. Die Planungen zum zweigleisigen Ausbau der Bahnverbindung Kaldenkirchen-Dülken sorgt weiter für Diskussionen. Von der Redaktion

Es sollte ein Termin werden, an dem Einigkeit demonstriert wird, doch daraus wurde nichts. Vergangene Woche trafen sich die Bürgermeister der Städte Venlo, Eindhoven, Mönchengladbach und Düsseldorf, um die abgeschlossenen Vorplanungen zum zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Kaldenkirchen vorzustellen. Doch sowohl Landrat Dr. Andreas Coenen als auch Viersens Bürgermeisterin Sabine Anemüller sagten ihre Teilnahme an dieser Pressekonferenz kurzfristig ab. „Die Stadt Viersen hat das Projekt bislang befürwortet. „Nach Auswertung der Planungsunterlagen, die der Stadt Viersen am 5. Januar zugesandt wurden, ergeben sich Fragen zum geplanten Betriebskonzept. Dieses würde die Anbindung der Kreisstadt Viersen an die Landeshauptstadt Düsseldorf wesentlich verschlechtern. Dieses neue Konzept wurde bislang weder dargestellt noch diskutiert. Es widerspricht den Voraussetzungen für eine weitere positive Begleitung durch die Stadt Viersen“, erklärte Sabine Anemüller ihre Absage. Aufgrund der noch zu klärenden Fragen und Abweichungen vom bisherigen Konzept kann die Stadt Viersen, wie auch der Kreis Viersen, die vorgelegte Vorplanung nicht mittragen. „Ich habe deshalb die Teilnahme der Stadt an der Pressekonferenz abgesagt und dies dem Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel bereits im Vorfeld der Veranstaltung mitgeteilt“, so Anemüller weiter.

„Nach dem jetzt vorgelegten Konzept verlängert sich die Fahrtzeit nach Düsseldorf für Menschen aus Dülken, Boisheim, Kaldenkirchen oder Breyell um sieben Minuten, da die Bahnfahrer, um nach Düsseldorf zu gelangen mit dem RE8 in Richtung Köln fahren müssten um dann, wie in früheren Zeiten, in Mönchengladbach umzusteigen. „Eine Direktverbindung nach Düsseldorg gäbe es nur von Viersen aus“, kritisiert Dr. Andreas Coenen. „Damit ergäbe sich eine wesentliche Verschlechterung der Anbindung des Kreises an Düsseldorf, weshalb wir die Vorplanungen zum zweigleisigen Ausbau in dieser Form nicht mittragen.“

(StadtSpiegel)