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Auf der Suche nach der verschwundenen Gans

Süchteln. Drei Streifengänse gehörten bis in die vergangene Woche zum Besatz des städtischen Wildgeheges auf den Süchtelner Höhen. Gehörten, denn die Tiere sind verschwunden, spurlos. Stadtförster Rainer Kammann berichtet, dass schon eine Woche davor der Zaun des Gänsegeheges mit einem Holzklotz hochgestellt gewesen sei. Damals seien die Gänse bereits in den Wald gelaufen, städtische Mitarbeiter konnten sie aber wieder einfangen. Davongeflogen sind die drei Gänse mit Sicherheit nicht: Als Kammann sie im Alter von zehn Monaten einem Züchter abkaufte, waren sie bereits kupiert. Das bedeutet: Ihnen wurde als Küken ein kleiner Teil der Flügelspitze entfernt. Dadurch können sich die letzten Schwungfedern nicht entwickeln und die Vögel können nicht fliegen. Die Gänse „freizulassen“ wäre auch keine gute Idee, sagt der Stadtförster: „Sie können sich nicht selbst versorgen und sind für jeden Fuchs eine leichte Beute.“ Für die Küche taugen die Tiere, die seit gut sieben Jahren im Wildgehege lebten, allerdings auch nicht. „In dem Alter“, sagt Kammann, „schmeckt keine Gans mehr.“ Allenfalls könne er sich vorstellen, dass jemand die Streifengänse als Ziervögel in seinem Garten gebrauchen kann. Derzeit leben auf den Süchtelner Höhen in städtischer Obhut 15 Kamerunschafe, drei weibliche Damtiere, ein Hirsch und zwei Kälber, sowie sieben (Wildschwein-)Bachen, 13 Frischlinge und Keiler Otto. Von der Redaktion
(Report Anzeigenblatt)