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„Wünsch dir was“ gegen Leerstand

Dülken (co). In Dülken tut sich was. Ulf Schroeders von DenkX, der auch das Projekt „Das Große Haus“ im ehemaligen Kreuzherrenkloster umsetzt, will weitere Zeichen gegen den Leerstand setzen - und die Bürger sollen beteiligt werden. Von Claudia Ohmer

„Wir haben die ehemalige Metzgerei Breuer, vormals August Peemans auf dem Hühnermarkt 12 erworben“, sagt Stefan Völker, der gemeinsam mit Ulf Schroeders von DenkX in dem Ladenlokal von 1927 ein neues Projekt initiieren möchte.

„Der Bereich des Ladenlokals der alten Metzgerei ist noch historisch erhalten“, so Völker weiter. Auf jeden Fall ein Grund, dieses „außergewöhnliche Geschäft“ zu erhalten. Und auch ein Fall für Ulf Schröders mit seinem Unternehmen DenkX, der sich der Erhaltung und Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden verschrieben hat - mit der Liebe zum Detail. Und die Details stimmen auch bei der nun erworbenen Metzgerei - nostalgisches Flair mit alten Fliesen und Lampen, einer Original-Ladentheke und Regalen. Die angestaubte Schneidemaschine und die Kasse sind auch in die Jahre gekommen.

„Um den Erhalt zu sichern und um dieses außergewöhnliche Geschäft wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, planen wir nun, das Geschäft wieder zu beleben“, berichten Ulf Schröders und Stefan Völker.

Im Rahmen dessen sind die Dülkener Bürger am Freitag, 15. September, und Samstag, 16. September, eingeladen, ihre Wünsche für die Weiterführung des Betriebs abzugeben.

Ob Wiederbelebung als Metzgerei, Gaststätte, Eisdiele, Café oder Kneipe, Feinkosthandel, Drogerie oder Galerie - jeder kann seinen Vorschlag abgeben. Das ist möglich am Freitag von 19 bis 22 Uhr, am Samstag von 11 bis 14 Uhr am Hühnermarkt 12 in Dülken. „Die Aktion ’Wünsch Dir was für August Peemans’ soll jedem die Möglichkeit geben, seine persönlichen Wünsche zu äußern und Teil der Entwicklung für die Altstadt zu werden“, sagen die beiden Initiatoren. Zudem solle die Aktion ein positives Zeichen setzen gegen den Leerstand in der Stadt. Ulf Schroeders, der mit dem Großen Haus bereits für positive Stimmung gesorgt hat, hofft auf rege Teilnahme der Bürger, etwas bewegen zu wollen.

(StadtSpiegel)